Oberdiessbach - Damit kleine Bäche nicht gefährlich werden

Kurztext:Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann (SP) macht sich ein Bild von den Arbeiten des Amts für Wald. Am Dienstag war er im Julisgraben in Oberdiessbach und begutachtete, wie dort Hochwasser vorgebeugt wird.

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Bei den Hochwassern von 2005 im Berner Oberland war auch Ammans Wohnort Meiringen betroffen. (Bild: Andreas Blatter)
Kleine Bäche können harmlos aussehen, aber viel Schaden anrichten. Das zeigte sich bei den Hochwassern, die 2014 im Emmental wüteten.

Auch der neue Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann (SP) hat schon unmittelbar erfahren, was eine solche Flut bedeutet: Bei den Hochwassern von 2005 im Berner Oberland war auch sein Wohnort Meiringen betroffen. Die Gebäudeversicherung registierte Schäden von 80 Millionen Franken, 400 Haushalte traf es.

Bei Ammanns Werkstattbesuch bei der Waldabteilung Voralpen und dem Staatsforstbetrieb in Wäldern bei Oberdiessbach ging es um diese nur scheinbar harmlosen Gräben und Bäche.

Kanton nimmt Verantwortung wahr...

Vertreter der Waldabteilung zeigten anhand des Julisgrabens, welche Verantwortung der Kanton beim Unterhalt der Gräben übernimmt. Gerade bei solchen Gewässern ist es gefährlich, wenn sich Schwemmholz sammelt, das Wasser staut und schliesslich nach langen Regenfällen die Holzbarriere sprengt.

Entsprechend muss der Wald, durch den die Gräben fliessen, gepflegt werden. Was oft nicht selbstverständlich ist, denn diese Wälder gehören mehrheitlich Privaten. Der Anreiz für sie, im unwegsamen Gelände zu holzen, ist relativ gering.

...und unterstützt die Gemeinden

Deshalb unterstützen Kanton und Bund die Gemeinden und Schwellenkooperationen mit Rat und Geld. 12 Millionen Franken jährlich tragen Bund und Kanton bei, was die Hälfte der Gesamtkosten ausmacht. Den Rest tragen Gemeinden und Schwellenkooperationen.

Für Ammann ist diese Aufgabe des Kantons wichtig: «Wir werden weiterhin grosse Anstrengungen unternehmen müssen, um die Bevölkerung und unseren Lebensraum vor Naturgefahren zu schützen», sagt er.

Autor:Sandra Rutschi, Berner Zeitung BZ

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