Biglen - Mit dem historischen Postauto über die Moosegg

Kurztext:Ab nächstem Sommer sollen jeweils einmal im Monat historische Postautos ab Biglen über die Moosegg nach Emmenmatt verkehren. Der neu gegründete Trägerverein will damit das Emmental zum Mekka der Freunde alter Strassenfahrzeuge machen.

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Historische Fahrzeuge aus den 40er- bis 90er-Jahren sollen ab nächstem Sommer auf einer öffentlich betriebenen Linie über die Moosegg das Erbe der Schweizer Reisepost präsentieren. (Foto zvg)

Das legendäre Dreiklanghorn, enge Kurven, Fahrkarten auf Karton statt aus dem App: Der „Verein historische Postautolinie“ will das historische Erbe und die Geschichte des Postautos erlebbar machen. Reisen wie zu Grossvaters Zeiten, und dies über den schönsten Hügelzug des Emmentals, so das Motto.


Fahrzeuge aus den 40er- bis 90er-Jahren

„Auf der rund 14 Kilometer langen Strecke erlebt der Fahrgast eine Fahrt auf Nebenstrassen, wie sie für das Postauto typischer nicht sein könnte“, schreibt Vereins-Präsident Mario Gächter in einer Medienmitteilung zur geplanten Strecke über die Moosegg. Auf der Linie sollen von April bis Oktober jeweils am ersten Sonntag im Monat restaurierte Fahrzeuge aus den 1940er bis 1990er Jahren im Einsatz stehen.

 

„Im Bereich des Eisenbahnwesens finden wir schweizweit viele Museums- und Dampfbahnen“, erklärt Gächter, „dem Postauto wurde bisher keine solche Ehre zuteil.“ Zwar seien dutzende von Fahrzeugen bei privaten Sammlern und Liebhabern vorhanden, doch gebe es bisher kein Angebot, um die historischen Strassenveteranen im Einsatz erleben zu können. Dies will der Verein mit der historischen Linie nun ändern.


Engagierte Personen gesucht

In den nächsten Wochen wird der Verein beim Bundesamt für Verkehr das entsprechende Konzessionsgesuch stellen. Weiter gelte es bis zum Start auch noch die Finanzierung des Vorhabens mittels Sponsoring sicher zu stellen und die Vermarktung professionell aufzubauen. Dazu sucht der Verein interessierte Personen, die engagiert in mitmachen oder das Vorhaben finanziell oder ideell unterstützen.

www.oldiepost.ch

Autor:pd/tk, tobias.kuehn@bern-ost.ch

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