Oberdiessbacher Wahlen: Fragen an die Kandidaten - Teil 2

Kurztext:Kommt es zu weiteren Fusionen?

Versuchen Sie in der neuen Legislatur, weitere Fusionen mit umliegenden Kleingemeinden zu initiieren? Warum (nicht)?

Stephan Hänsenberger (FDP): Eine Fusion kann nicht einfach so und einseitig diskutiert werden. Solange die infrage kommenden umliegenden Gemeinden weder finanzielle noch personelle Probleme haben, drängt sich keine Fusion auf. Die Zentrumsfunktionen und Kooperationen finden so oder so statt, schon heute.

Natürlich werde ich mich mit allen Nachbargemeinden austauschen, sollte ich gewählt werden. Dies aber auch mit dem Hintergrund der eben veröffentlichen Gemeinderatings, bei denen keine einzige Berner Gemeinde unter den ersten 100 attraktiven Gemeinden ist. Oberdiessbach folgt weit abgeschlagen und weit hinter Konolfingen. Die Attraktivität muss steigen. Ob da weitere Fusionen etwas beitragen können, wage ich zu bezweifeln. Lieber konsolidieren und verbessern – wachsen würde ja bei Fusionen vor allem die Gemeindefläche und somit der Unterhalt.

Niklaus Hadorn (SVP): Die Initiative ergreifen sicher nicht wir. Die bisherige Praxis, dass eine kleine Gemeinde anklopft, um zu fusionieren, hat sich bewährt. Sollte in den nächsten Jahren eine Anfrage erfolgen, sind wir sicher offen für Gespräche und nehmen unsere Zentrumsfunktion im unteren Kiesental war.

Hanspeter Schmutz (EVP): Bei Fusionen muss immer nach der optimalen Grösse gefragt werden. Grossgemeinden sind anonym und senken die Motivation der Bevölkerung, sich zu engagieren. Es kann aber auch sein, dass zu kleine Gemeinden ihre Grundaufträge nicht mehr wahrnehmen können. Oberdiessbach hat heute eine optimale Grösse. Wenn kleinere Gemeinden in der Umgebung den Eindruck haben, dass sie sich in einer noch engeren Verbindung mit Oberdiessbach besser entwickeln können, sollten wir die Türe nicht verschliessen. Solange sie es aber selbstständig ebenso gut schaffen, gibt es keinen Handlungsbedarf. In jedem Fall sollte die Initiative aber vom kleineren Partner ausgehen. Aufgezeichnet:

Autor:Aufgezeichnet: jzh, Thuner Tagblatt

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