"Achtung Mütter!“: Karin Jost lebt das gängigste Modell

Kurztext:In der SRF-Doku-Serie "He!matland - Achtung Mütter!" treffen vier Mütter mit unterschiedlichen Vorstellungen von Kindererziehung und Familienmodellen aufeinander. In der vierten und letzten Folge steht die Teilzeitarbeitende Karin Jost (42) aus Allmendingen b. Bern im Vordergrund.

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"Man muss überzeugt sein von dem, was man tut": Die zweifache Mutter Karin Jost aus Allmendingen b. Bern arbeitet 60 Prozent. (Bild: SRF)

Teilzeitarbeit ist das gängigste Modell von Müttern in der Schweiz. Rund ein Drittel arbeitet mehr als 60 Prozent neben Kindern und Haushalt. So auch Karin Jost, die zu 60 Prozent als Assistentin des Geschäftsführers im Wohn- und Pflegeheim Utzigen arbeitet.

Jost: "Es geht nicht darum, wer die Beste ist"

 

In der Sendung setzt sich die Mutter eines 10-jährigen Sohnes und einer bald 14-jährigen Tochter der Kritik der drei anderen Mütter aus. "Ich empfand es aber nicht als Kritik", sagt Jost. Sie hätten auf eine gute und respektvolle Art diskutieren können. "Es geht ja nicht darum, wer die Beste ist, sondern darum zu zeigen, dass es verschiedene Modelle gibt", sagt sie. Alle Eltern wollten das Beste für ihre Kinder. "Zuletzt muss man überzeugt sein von dem, was man tut und sich nicht zu stark von anderen beeinflussen lassen", meint sie.

 

An ihrer Haltung hat sich durch die Diskussionen mit den anderen Müttern auch nichts geändert. "Durch ihre Reaktionen bin ich aber teilweise darauf aufmerksam gemacht worden, wie gewisse Dinge wirken", sagt Jost. Untereinander hätten sie es sehr gut gehabt. "Es sind ganz tolle Frauen", sagt sie, die noch immer mit den dreien via Gruppenchat in Kontakt steht.

Kontaktlinsen statt Brille

 

Von aussen habe sie bis jetzt nur sehr wohlwollende Feedbacks erhalten. "Besonders meine Arbeitskolleginnen und -kollegen sind gespannt auf die Sendung, weil ja auch an meinem Arbeitsplatz gedreht wurde", sagt Jost, auf die das SRF über eine Bekannte aufmerksam gemacht wurde.

 

Nach der Sendung wird ihr Handy wohl Sturm klingeln. "Bereits nach den Vorschauen, die im Fernsehen kamen, bekam ich sehr viele Anrufe und Nachrichten", sagt sie. Die anderen drei Mütter seien schon auf der Strasse erkannt worden. "Ich habe für die Sendung extra Kontaktlinsen anstatt meiner Brille getragen", sagt Jost und lacht.

Autor:Isabelle Berger, isabelle.berger@bern-ost.ch

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