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Münsingen/Wichtrach - Hochwasserschutz macht die Aare breiter

Das Hochwasserschutzprojekt im Aareabschnitt zwischen der Thalgutbrücke bis zur Unteren Chesselau geht in die Mitwirkung. In diesem Gebiet befinden sich die Autobahn A6, die Haupt-Trinkwasserleitung der Region Bern sowie Liegenschaften, die vor Hochwasser geschützt werden müssen. Durch den Hochwasserschutz 60 bis 100 Meter vom Ufer entfernt wird sich die Landschaft verändern.

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Chesselau Blick Richtung Schützenfahr. (Bilder: zvg)
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Unterspülte Längsverbauungen im Projektgebiet.
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Ebenfalls unterspülte Steinbuhne im Projektgebiet Thalgut - Chesselau.
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Der Freizeitplatz Fleckenplatz muss in den kommenden fünfzig Jahren wahrscheinlich ein, zwei Mal zügeln.
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Im Gebiet zwischen der Thalgutbrücke (Gemeinden Gerzensee und Wichtrach) bis zur Unteren Chesselau (Gemeinde Münsingen) befinden sich die Autobahn A6, die Haupt-Trinkwasserleitung der Region Bern sowie Liegenschaften, die vor Hochwasser geschützt werden müssen. Der heutige Hochwasserschutz in diesem Aareabschnitt ist aber ungenügend.

Die Buhnen und Längsverbauungen sind teilweise unterspült und insgesamt in schlechtem Zustand. Gleichzeitig, so schreibt die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, biete der Abschnitt viel Potenzial für eine Revitalisierung der Aare.

Das Hochwasserschutzprojekt "Thalgut - Chesselau" sieht deshalb vor, am rechten Ufer, ungefähr 60 bis 100 Meter vom heutigen Ufer entfernt, einen neuen Hochwasserschutz zu erstellen. Der Damm werde aareseitig langsam ansteigen, so dass er von Auge kaum erkennbar sei, und in Richtung Autobahn dann steil abfallen, erklärt Jürg Stückelberger, Projektleiter Wasserbau beim kantonalen Tiefbauamt.

"Die Aare wird pendeln"

Das könne durchaus bedeuten, dass die Aare auf der Länge zwischen Wichtrach und Münsingen breiter werde, sagt er auf Anfrage von BERN-OST. "Die Aare bekommt mit dem Projekt zwei Grenzen. Die alte, mit dem Erosionsschutz am Ufer und die zweite mit dem neuen Damm. Es ist zu erwarten, dass sie in Zukunft pendeln wird." Das heisst, die Aare wird sich wohl nicht dauerhaft von heute 50 auf 200 Meter verbreitern, sondern im Laufe der Jahrzehnte mal hier mal da durchfliessen, mal mehr, mal weniger Raum einnehmen. Der Wald am Ufer wird zu einem Auenwald werden.

Der Wanderweg, der nahe am Ufer liegt, wird hinter den Damm, näher zur Autobahn hin verlegt. Man werde aber keine Wege aktiv aufheben, so Stückelberger. "Sie werden deklassiert, also nicht mehr unterhalten und werden wohl zu Trampelpfaden." Auch Bade- oder Picknickstellen wie etwa der Feltschenplatz werden sich in den kommenden fünfzig Jahren wohl ein paar Mal verschieben.

Am linken Ufer sind nur im Bereich der Talgutbrücke Massnahmen geplant.

Die Bauarbeiten finden voraussichtlich in den Jahren 2020 bis 2024 statt. Das Projekt geht nun bis zum 5. März in die öffentliche Mitwirkung. Die Unterlagen werden während dieser Zeit in den drei betroffenen Gemeinden aufgelegt.

Autor:in
pd/abu, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 31.01.2018
Geändert: 03.02.2018
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