Schlagzeuggruppe Red Sticks: Rhythmus auf der Toilette

Kurztext:Die "Red Sticks" sind eine talentierte Gruppe von drei jungen Schlagzeugern. Sie existiert seit einem Monat und beweist mit ihrem ersten Video, dass auch auf der Toilette "gejamt" werden kann.

Galerie
Benjamin Bratch (17), Eliad Fiechter (18) und Raphael Brunner (20) brachten zwei Wochen nach der Gründung ihrer Gruppe "Red Sticks" ihr erstes Video an die Öffentlichkeit.
"Im Praisecamp hat alles angefangen", sagt der Oberdiessbacher Benjamin Bratch der Musikgruppe "Red Sticks" gegenüber BERN-OST. An der riesigen Veranstaltung "Praisecamp", die nun einen Monat zurückliegt, haben sich die drei jungen Musiker gefunden und entdeckt, dass sie die Leidenschaft für den Rhythmus und das Schlagzeugspielen teilen. "Raphael trommelte im Schlafraum mit seinen Sticks auf allen möglichen Gegenständen herum. Er hatte auch sein Double Bass Pedal dabei. Das steckte meinen Cousin Eliad und mich an, und wir machten mit. Wir spielten den ganzen Tag an allen möglichen Orten - auch auf der Strasse", so Bratch.

Musik auf der Toilette

Im Praisecamp selber habe die Truppe noch nicht darüber nachgedacht, ernsthaft das Zusammenspiel weiterzuführen. "Wir blieben jedoch auch nach dem Camp in Kontakt. In unserem Gruppenchat kamen wir auf die Idee, ein Video zu drehen", erklärt Bratch. So trafen sich die Musiker auf einer öffentlichen Toilette in Thun und drehten ihr erstes Video. "Wir beschrifteten die Toilettentür einfach mit 'Toilette geschlossen' ", sagt Bratch lachend. Die Gruppe zeigt mit dem Video eine Möglichkeit, auf Alltagsgegenständen Musik zu machen. Weshalb also nicht auf einer Toilette?

Der blutenden Hände wegen

Schlagzeugschläger sind selten rot - bei Benjamin Bratch war dies jedoch der Fall. "Wir trommelten im Praisecamp den ganzen Tag und irgendeinmal waren meine Hände mit Blasen übersäht. Diese blieben leider nicht zu und so war plötzlich meine ganze Hand inklusive Schlagzeugschläger blutrot", erklärt er. Es habe nicht enorm weh getan, Inspiration für den Gruppennamen "Red Sticks" war es jedoch genug.

Rhythmus für Spenden

"Im Praisecamp sammelten wir innerhalb von fünf bis sechs Stunden 500 Franken, welche wir spendeten", sagt Bratch. "Red Sticks" hat auch in Zukunft vor Musik auf der Strasse zu machen. "Bern und Thun stehen sicher auf dem Programm", so Bratch. "Den Erlös werden wir immer spenden - beispielsweise nach Indien, da ich selbst indische Wurzeln habe, oder nach Afrika."

In Zukunft sind auch weitere Videos in Planung. "Da ein Schrottplatz enorm viele Möglichkeiten zum darauf Spielen bietet, werden wir auf einem solchen auf jeden Fall auch noch ein Video drehen", erklärt Bratch. Ansonsten ist die Zukunft der talentierten Gruppe noch offen.

Die "Red Sticks" auf Facebook

Autor:Andrina Hauri, andrina.hauri@bern-ost.ch

Kommentare

Noch 0 Zeichen
Mit dem Absenden Ihres Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass sich die Redaktion vorbehält, Kommentare zu kürzen oder nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische oder unsachliche Kommentare. Kommentare mit offensichtlich falschen Namen werden abgelehnt.