HEWO-Heizwerk Oberdiessbach: Vom Hirngespinst zum Erfolg

Kurztext:Seit Dezember 2013 ist das HEWO-Heizwerk in Oberdiessbach in Betrieb. Nun gibt der Wärmeverbund erste Zahlen bekannt und zieht eine positive Bilanz.

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Holz als regionalen und nachwachsenden Rohstoff fördern, anstatt das Geld "im Wüstensand der Ölmultis versickern zu lassen", hiess an der Einweihung der HEWO im 2014. (Bild: hewo.ch)
"800'000 Liter Heizöl einsparen" lautet das Ziel des Fernwärmeverbundes HEWO Oberdiessbach AG. Diesem Ziel kam man nun schon im ersten Jahr recht nahe. "Die Hewo produzierte in ihrem ersten Betriebsjahr sage und schreibe 6'329'150 kWh!", heisst es auf der Facebook-Seite der HEWO. Das entspreche einer Einsparung von 632'000 Litern Heizöl für die Gemeinde. "Das übertrifft die optimistischsten Erwartungen."

"Wir haben seriös recherchiert"

Markus Hirschi, Initiant und Verwaltungsratspräsident der Hewo: "Wir sind sehr zufrieden. Anfangs waren die Zahlen ein reines Hirngespinst und wir konnten nur hoffen, dass sich alle, die Interesse bekundet hatten, dem Verbund dann auch anschliessen würden. Nun zeigt sich, dass wir seriös recherchiert haben."

Die Heizzentrale wurde schon im Dezember 2013 in Betrieb genommen, genaugenommen wurden die 6'329'150 Kilowattstunden somit in 17 Monaten produziert. Hirschi erklärt: "Als wir die Heizzentrale in Betrieb nahmen, waren erst ganz wenige Verbraucher angeschlossen. Die meisten kamen erst im Verlauf des Jahres dazu." Den ersten Winter könne man somit eigentlich nicht mitzählen.

Schulhaus und Wehrdienstgebäude im Sommer

Weitere Anschlüsse kommen laut Hirschi laufend dazu. "Diesen Sommer werden voraussichtlich das Sekschulhaus und das Wehrdienstgebäude der Gemeinde angeschlossen. Dafür muss aber von der Gemeindeversammlung noch der Kredit genehmigt werden." Ende 2016, anfang 2017 werden alle geplanten Anschlüsse realisiert sein. "Dann werden wir wohl bei rund sechs bis acht Millionen Kilowattstunden oder eben den 800'000 Litern eingespartem Heizöl sein. Damit kommen wir dann aber auch an die Kapazitätsgrenze."

www.hewo.ch

Autor:Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch

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  • Lahor Jakrlin, Bleiken Mai 2015

    Wenn sich die Privatwirtschaft der Ökologie annimmt, kommts gut.