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Feldübung
2009
Konolfingen - 140 Samariter im Einsatz
Die Umgebung rund um das Schloss Hünigen wurde für einmal nicht nur
durch Hotel- oder Seminargäste bevölkert. Die Samaritervereine aus der
Umgebung bewiesen ihr Wissen an den einzelnen Posten.
Das alte Sprichwort \"Übung macht den Meister\" hat immer noch
seine Berechtigung. (Bilder: Willi Blaser)
Die traditionelle Feldübung der Samaritervereine aus der Region wurde
dieses Jahr durch den Samariterverein Konolfingen und Umgebung (SVK)
organisiert. Neun Vereine, Arni, Biglen, Grosshöchstetten, Walkringen,
Oberdiessbach, Linden, Schlosswil, Zäziwil und Konolfingen gehören dem
Regionalverband an. Sie zählen zu den insgesamt 33 Vereinen der Region
Emmental und damit zu den 170 Vereinen im Kanton Bern. Schweizweit sind über
1200 Vereine mit den gleichen Zielen im Einsatz.
Alle Jahre organisiert ein Verein aus dem Amt die Feldübung. Dabei geht
es in erster Linie darum, Bekanntes aufzufrischen, zu trainieren und dabei
sich in jeder Situation schnell zu Recht zu finden.
Der Samariterverein Konolfingen unter der Führung des Präsidenten Eduard
Schaffer organisierte vier Parcours mit vier gleichen Posten. Welches ist
unser schwerstes Organ, war eine der Fragen beim Posten Anatomie
Verdauung. Dass dies die Leber ist, war für die Samariter keine allzu
schwierige Frage. Wie viele Einsatzmöglichkeiten es mit dem Dreiecktuch
gibt, war beim gleichnamigen Posten herauszufinden. Über 20 verschiedene
Einsatzmöglichkeiten des Dreiecktuches fanden die Samariter heraus.
Welche lebensrettenden Maßnahmen sind zu treffen bei einem Badeunfall mit
einer bewusstlosen und einer verstörten Person? ABCD und CPR waren an
diesem Posten gefragt.
Mit ihrem Einsatz zeigten die Teilnehmenden, wie wichtig die
Erstbehandlung in Notfällen ist. Der Posten PECH-Schema (Pause, Eis,
Compression, Hoch) zeigte auf, wie Verstauchungen mit welchen aktuellen
Hilfsmitteln behandelt werden. Locker, aber dennoch mit viel Engagement
und Einsatzwille zeigten die Teilnehmenden ihr grosses Wissen und Können.
16 Kurs- und technische Leitende aus allen neun beteiligten Vereinen
betreuten und unterstützten die über 140 teilnehmenden Samariter aus der
Region. Vereinspräsident Eduard Schaffer amtete auch als OK-Präsident
und leitete die administrativen Vorarbeiten, sein Vereinskollege Peter
Seiler war für die technische Abwicklung zuständig. Der SVK zeigte mit
all seinen 29 Vereinsmitgliedern, die vor Ort im Einsatz standen, auch bei
der Durchführung eines solchen Anlasses ihr Können.
Beim anschließenden Nachtessen kam auch die Kameradschaft und
Geselligkeit nicht zu kurz. Tinu und Fritz unterhielten die Samariter mit
ihren Handörgeli. Im Porträt über Konolfingen sagte Gemeindepräsident
Peter Moser, dass auch der SVK als einer der 64 Dorfvereine eine wichtige,
gesellschaftliche Funktion ausübe. Er wünschte dem Verein auch für die
Zukunft viel Kraft, Freude und Mut die wertvolle Arbeit weiter zu führen.
„Unsere Freizeit für ihre Sicherheit“ mit diesem Slogan der Feuerwehr
unterstrich Beat Liechti aus Grosshöchstetten als Regionalverbandspräsident
die Wichtigkeit der Samaritertätigkeit. Das altbekannte Sprichwort „Übung
macht den Meister“ habe noch immer seine Berechtigung, sagte die
Instruktorin des Regionalverbandes Brigitte Strahm aus Schlosswil bei
ihren Grußworten und dankte dem SVK für die feine Organisation. Die
attraktive Tombola, an der 600 Preise ihren Absatz fanden, rundete den
gelungenen Anlass ab.
Nächstes Jahr wird die Feldübung in Biglen stattfinden.
Willi Blaser
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