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Ab nach Australien: Verwaltungspaar kündigt Stellen für ein Abenteuer

Beatrice Siegenthaler, Finanzverwalterin von Biglen, und ihr Partner Ferdinand Zürcher, Gemeindeschreiber von Biglen, haben ihre Stellen gekündigt. Sie haben etwas Spezielles vor: Mit dem Camper wollen sie auf dem Landweg nach Australien reisen. Ziel: "Ausbrechen aus dem Alltag, raus aus dem Hamsterrad", wie die beiden sagen.

Auf ins Unbekannte: Beatrice Siegenthaler und Ferdinand Zürcher erfüllen sich mit ihrer einjährigen Reise nach Australien einen Traum. (Bild: Michelle Thönen)

"Fast vierzig Jahre im öffentlichen Dienst sind vorläufig genug. Es ist höchste Zeit für ein Sabbatical!", schreiben die beiden 55-Jährigen in der Gemeindepublikation "Biglebach" vom Januar.

 

Mutige Entscheidung

Von dieser Reise hätten sie schon lange geträumt und Geld dafür gespart, sagt Siegenthaler. "Die Reise wollen wir jetzt machen, solange es gesundheitlich möglich ist und nicht erst, wenn wir pensioniert sind", sagt sie.

 

Das Wort "Mut" kommt in der Mitteilung im Biglebach zweimal vor. Siegenthaler und Zürcher haben nicht nur ihre Stellen per 30. Juni gekündigt. "Im Camper ist es eng, das ist aber nicht neu für uns", sagt Zürcher. Beide haben schon Ähnliches gemacht, allerdings nicht zusammen.

 

365 Tage unterwegs

Am 1. August geht die Reise los. Ein ganzes Jahr werden sie dann unterwegs sein. Die Reise wird vom Wohnmobil-Reiseunternehmen SeaBridge organisiert und geleitet. Allerdings fahren die Reiseteilnehmer nicht in einem Konvoi, sondern jeder nach eigenem Fahrstil im eigenen Camper.

 

Dabei führt die Reise vom Baltikum über Russland, Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan, China, Myanmar, Indien, Bhutan, Nepal, Laos, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Malaysia, Singapur, mehrere indonesische Inseln und Osttimor nach Australien. "Es wird sicher spannend sein, durch all diese Länder zu reisen", freut sich Siegenthaler. Die beiden hoffen, dabei ihren Horizont erweitern zu können und neue Kulturen kennen zu lernen.

 

Wie lange die Rückreise dauert, können die beiden noch nicht sagen. Eile haben sie keine. Auch ihre Wohnung haben sie gekündigt.

 

Marlene Schwarz übernimmt

"Es tut uns gut, aber auch der Gemeinde Biglen", sagt Zürcher. Zwar verliere diese etwas, es werde aber auch frischer Wind kommen. Die Stelle des Gemeindeschreibers wird intern besetzt. "Marlene Schwarz hat sich eintschieden, die Stelle als Gemeindeschreiberin zu übernehmen", heisst es im Biglebach. Daher würden nun die Stellen der Finanzverwalterin, respektive des Finanzverwalters, sowie die der Leiters oder der Leiterin "Bau und Betriebe" ausgeschrieben.


Autor*in
Isabelle Berger / Res Reinhard, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 08.02.2020
Geändert: 26.05.2020
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