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Alpakazucht Bigenthal: Mit Charme und Wolle punkten

Sieben Alpakas aus dem Bigenthal treten am Wochenende zum nationalen Schönheitswettbewerb an. Die Züchter Nadia und Markus Gerber sind wie jedes Jahr dabei. Besonders aufgeregt warten ihre Kinder Lara (11) und Mael (8) auf die Rangverkündigung. Die Jungzüchter schicken bereits eigene Tiere an den Start.

Alpaka Ronja ist die grosse Hoffnung von Jungzüchter Mael (8) aus dem Bigenthal. (Bilder: zvg)
Auch Rosaline nimmt am nationalen Schönheitswettbewerb teil.
An der nationalen Alpaka-Show werden Wolle und Körperbau bewertet.
Auf dem Schwendihof im Bigenthal sind die Alpakas auch wichtige Nutztiere: Sie grasen die steilen Weiden ab.

Aus dem Bigenthal nach Uster: Am Wochenende nehmen die Alpakazüchter Nadia und Markus Gerber vom Schwendihof eine 90-minütige Autofahrt auf sich. Mit sieben Tieren nehmen sie an der Alpaka-Show teil, an der Alpakas aus der ganzen Schweiz einer internationalen Jury vorgeführt werden.

 

Die schönsten Tiere werden mit einer Schleife und einem Pokal ausgezeichnet, ein Alpaka wird zum Champion gekürt. „Unsere Kinder setzen grosse Hoffnungen in ihre eigenen Tiere“, sagt Züchterin Nadia Gerber. Mael (8) und Lara (11), die mit ihren Alpakas SWH Ronja und SWH Rosalin teilnehmen, sind bereits begeisterte Nachwuchszüchter. So viel Konkurrenz wie dieses Jahr hatten sie allerdings noch nie: 225 Alpakas treten am Wettbewerb an. Das ist ein neuer Rekord.

 

Wolle und Körperbau zählen

Die Familie Gerber ist seit Jahren jedes Jahr an der Alpaka-Show dabei. Es geht für sie nicht in erster Linie um die Schleifen und den Pokal. „Das Feedback der internationalen Richter ist die wichtigste Motivation für uns. Es hilft uns, züchterische Entscheidungen zu treffen“, sagt Gerber. Bewertet wird nicht nur die Qualität der Wolle, sondern auch der Körperbau.

 

Abgesehen vom Gang im Ring zähle an der Alpaka-Show der Austausch mit anderen Züchtern. „Und es ist spannend, verschiedene Deckhengste zu sehen“, sagt Gerber. Die langen Tage an der Ausstellung seien aber auch anstrengend und sehr ausgefüllt. „Unsere Kinder bleiben deshalb zuhause.“

 

Decken aus eigener Alpakawolle

Auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Familie Gerber sind die insgesamt 24 Alpakas Nutztiere. Sie beweiden die steilen Hänge, liefern die Wolle für eigene Produkte, die auf dem Hof verkauft werden, zum Beispiel Bettdecken. „Und natürlich bringen sie ganz viel Freude“, sagt Gerber. Die Züchter schätzen die unterschiedlichen Charaktere der Tiere. „Jeder hat sein eigenes Herzenstier.“

 

www.schwendihof.com


Autor
Annalisa Hartmann, annalisa.hartmann@bern-ost.ch
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Erstellt: 11.03.2019
Geändert: 15.03.2019
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