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Andrea Nyffeler in der Galerie Atelier Worb: Kitsch, Ernst, Magie und Realität

Vom 25. Juni bis zum 19. Juli 2020 führt die Künstlerin Andrea Cotting-Nyffeler die Gäste des Atelier Worb in ihre grosse, bunte Welt. In ihrem Schaffen hat vom Märchen bis zum Schmerz alles Platz.

Vom Märchen bis zum Schmerz: Andrea Cotting-Nyffelers Schaffen lässt sich nicht in eine Schublade stecken. (Bild: zvg)

In eine Schublade stecken, lässt sich die in Rubigen wohnhafte Künstlerin nicht. "Sie will es sich nicht in einer Nische bequem machen und stellt sich persönlich und ihre Technik immer wieder vor neue Herausforderungen", schreibt Andrea Wittwer von der Galerie Atelier.

 

"In meiner Malerei fühle ich mich auf allen Ebenen gefordert, sehr frei und getragen. Sie ist mein Weltraum", zitiert sie die Künstlerin Andrea Cotting-Nyffeler über ihr Schaffen.

 

In ihren Werken verweben sich Kitsch, Ernst, Magie und Realität zu einem Erzählstrang, den sie auch mal zum Brutalen und dem Schmerz treibt; in ihrer Schaffenswelt schliesst sie nichts aus und bringt kompromisslos jede Emotion auf die Leinwand.

 

Per Frachtschiff nach Mexiko

Andrea Cotting-Nyffeler hat eine Lehre als Restaurationsvergolderin absolviert, doch ihr war schon früh bewusst, wohin die Reise geht – sie wollte malen. 2003 schloss sie an der Hochschule der Künste Bern mit dem Bachelor of Fine Arts ab. 2005 gewann sie das Reisestipendium des Kantons Bern und reiste auf einem Frachtschiff nach Mexiko. Seit 2000 hat sie ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in der ganzen Schweiz gezeigt und sie hat bei verschiedenen Publikationen mitgewirkt.

 

Die mexikanische Kultur übt eine grosse Faszination auf die Künstlerin aus, sie bestätigt Andrea Cotting-Nyffeler in ihrem freien Umgang mit Farbe.

 

"Rehli", Kirschblüten und Schamanen

Es gibt einen roten Faden in ihrer Kunst, doch der verläuft nicht geradlinig, schlägt schon mal einen Hacken oder dreht sich im Kreis. So gibt es Motive, die immer wieder vorkommen. "Es sind wiederkehrende Themen. Angefangen bei den Rehli, den Märchenbildern, die seit allem Anfang dabei sind. Die Kirschblüten, die jedes Jahr gemalt werden müssen." Es tauchen aber auch neue Figuren in ihren Bildern auf. Ihren Fokus für die kommende Ausstellung in Worb hat sie auf Jäger, Schamanen oder die biblischen Berufe wie Fischer und Hirte gerichtet.

 

In der Mythenwelt der Inuit

Das Abstrakte und das Reduzierte ist neu in Andrea Cotting-Nyffelers Malerei. Sie, die normalerweise mit Ölfarben malt, reduziert ihre Aquarelle auf die Silhouette, ohne den Pinsel abzusetzen und lässt die Farbe ihren Weg finden. Sie geht weg von der Illustration ohne das Erzählerische zu verlassen und taucht in die Mythenwelt der Inuit ein. Ebenfalls ein Thema zu dem sie immer wieder kommt.

 

In ihren abstrakten Gemälden geht die Künstlerin noch weiter, sie löst die Formen so weit auf, bis nur noch die Farben da sind. Auch hier gelingt es ihr, das Erzählerische beizubehalten. Hier spielen die Emotionen eine grosse Rolle, während das eine Bild eine heitere Leichtigkeit ausstrahlt, kann das nächste das Tiefe und Dunkle ansprechen.

 

In den Werken von Andrea Cotting-Nyffeler sammelt sich alles was sie liebt, das Reale und Phantastische, den Schmerz und das Beängstigende ebenso wie das Schöne und Verschmitzte, alle Facetten eines Lebens.

 

[i] Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 25. Juli 2020, 16-20 Uhr.

Öffnungszeiten: Do, 16-20, Fr 17-19, Sa 14-17, So 13-16 Uhr

Die Künstlerin ist an den Donnerstagen und in der letzten Woche vom 16. bis 19. Juli 2020 anwesend.

Es findet keine Vernissage statt.

 

Um den Gästen des Atelier Worb einen angenehmen und sicheren Besuch zu ermöglichen, sind Schutzmassnahmen in der Galerie umgesetzt.

 

Mehr über Andrea Cotting-Nyffeler unter andreanyffeler.ch

Und über die Galerie Atelier Worb unter atelierworb.ch


Autor
pd/ib, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 24.06.2020
Geändert: 24.06.2020
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