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Wegen Coronavirus: Asylunterkünfte in Enggistein und Konolfingen wieder offen

Vor wenigen Monaten schlossen die Asylunterkünfte in Enggistein und Konolfingen. Nun sind sie wieder in Betrieb, weil das Coronavirus für erhöhten Platzbedarf in bestehenden Zentren sorgt.

Wieder in Betrieb: Die Kollektivunterkunft für Asylsuchende an der Emmentalstrasse in Konolfingen. (Bild: Archiv BERN-OST)
Ebenfalls wieder bewohnt: In der Filzfabrik Fissco in Enggistein sind seit Anfang April wieder Asylsuchende zuhause. (Bild: fissco.ch)

"Aufgrund der ausserordentlichen Situation und zur Einhaltung der Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit musste die Bewohnerzahl in den bernischen Kollektivunterkünften gesenkt werden", teilte das kantonale Amt für Bevölkerungsdienste (ABEV) der Wochen-Zeitung auf deren Anfrage mit. Die Verlegung eines Teils der Asylsuchenden auf wiedereröffnete Standorte ermögliche es, dass die Abstandsvorschriften besser eingehalten werden könnten.

 

"Momentan ist nicht abschätzbar, wie lange die zusätzlichen Unterkünfte benötigt werden", sagt das ABEV gegenüber BERN-OST. Dies hänge von der Entwicklung des Coronavirus und den entsprechenden Vorgaben des Bundes ab.

 

Nur zur Hälfte belegt

Aktuell sind 30 Personen in der Unterkunft in Konolfingen untergebracht. Platz hat es im Normalfall für doppelt so viele. In Enggistein sind seit Anfang April 24 Personen untergebracht. Die Kapazität beträgt dort normalerweise 70 Personen. 

 

Neben den Asylunterkünften in der Filzfabrik Fissco in Enggistein und derjenigen an der Emmentalstrasse in Konolfingen ist für den Kanton Bern auch in Beatenberg eine Asylunterkunft wiedereröffnet worden. Betrieben werden die Zentren in Enggistein und Konolfingen von der ORS Service AG, welche ab Mitte Jahr die Aufgaben der Heilsarmee im Asylbereich in der Region Emmental-Oberaargau übernehmen wird.


Autor
Isabelle Berger, isabelle.berger@bern-ost.ch
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Erstellt: 19.05.2020
Geändert: 19.05.2020
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