Auf den Spuren der Störche
Trotz angesagtem Hitzetag konnte die Wanderleiterin Marlis Mosimann 19 wanderlustige ZAK-Mitglieder (Zäme aktiv Konolfingen) begrüssen, um gemeinsam ins bernische Seeland zu reisen.
Mit der Bahn fuhr die Gruppe über Bern nach Lyss. Für viele eine unbekannte Gegend. Bis vor 130 Jahren wurde das Bauerndorf Lyss regelmässig durch die alte Aare überschwemmt. Nach der Juragewässerkorrektur erwachte das Dorf aus dem Dornröschenschlaf und nahm einen Aufschwung. Gewerbe und Industrie siedelten sich an.
Nach einer kurzen Orientierung wanderte die Gruppe Richtung «Chlyne Gräntschel», wo es nach kurzem Aufstieg eine kurze Trinkpause gab. Gemütlich ging es dann durch den «Dreihubelwald» der Burgergemeinde Lyss weiter. Begleitet von vielem Vogelgezwitscher und von der Hitze verschont. Kurz ging es einmal dem Waldsaum entlang mit leider dunstigem Blick auf das Berner Oberland «Dreigestirn».
Vom Weiler Hasenbacher ging es kurz unter der prallen Sonne weiter bis zum «Stärnenriedwald». Wieder im Schatten und auf wunderschönen gepflegten Waldwegen erreichte die Gruppe nach einiger Zeit den Rastplatz der Burgergemeinde Grossaffoltern. Eine tolle Überraschung! Bänke an der Sonne und im Schatten luden zum Verweilen ein. Wer Lust hatte, konnte seine Musikkünste noch an der Waldorgel ausprobieren.
Mit Blick auf das Ziel und frisch gestärkt nahmen die Teilnehmenden die letzte Wanderetappe durch den schönen «Gärbi-Ischlag»-Wald unter die Füsse. Beim Verlassen des Waldes und vor dem kurzen Abstieg hatte man einen wunderschönen Blick auf Grossaffoltern mit der Kirche und den behäbigen Bauernhäusern. Überall auf den Dächern konnte man die Storchennester in luftiger Höhe erkennen.
Vor 50 Jahren wurden acht Störche angesiedelt. Inzwischen hat es im ganzen Dorf 31 Horste, die auf den verschiedenen Dächern gebaut wurden. Richtige Kunstwerke! 70 Jungstörche wurden dieses Jahr durch die Vereinsmitglieder gezählt. Ein Merkmal der Störche ist, dass sie gerne in Kolonien beieinander leben.
Nach diesem bewundernswerten Ausblick erreichte die Gruppe das Restaurant Traube. Auf der Terrasse genossen alle die «Häxenbretzel», eine Spezialität des Hauses, begleitet von Kaffee oder kühlen Getränken. Mit Bus und Zug erreichten alle mit vielen Eindrücken den Ausgangspunkt Konolfingen.