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Bahnhofareal Biglen: Grosse Zustimmung in Mitwirkung

Das Bahnhofareal in Biglen soll neu bebaut werden. Die Mitwirkung ging Anfang Dezember zu Ende. Erste Ergebnisse aus deren Auswertung deuten auf eine grosse Zustimmung der Bevölkerung zum Projekt hin.

Hier soll ein neuer Dorfkern entstehen: Das für das Areal unterhalb des Bigler Bahnhofs vorgesehene Projekt stiess in der Mitwirkung auf Wohlwollen. (Bild: Sara Tretola)

Sieben schriftliche Eingaben sind gemäss Gemeindepräsident Guido Heiniger (BDP) in der Mitwirkung bei der Gemeinde eingegangen wie auch einige mündliche. Der Mitwirkungsbericht vom Atelier für Raumentwicklung "Geo Regio" in Burgdorf befindet sich zurzeit beim Gemeinderat, welcher diesen nächste Woche verabschieden wird - erste Ergebnisse kennt Heiniger deshalb. "Die Mitwirkung ist sehr positiv ausgefallen", sagt er. 85 Prozent der Eingebenden fänden das Projekt gut. "Die meisten Leute schätzen es. Vor allem wegen den Satteldächern finden sie es passend." Dagegen habe es ein Votum dafür gegeben, dass das Projekt mutiger und urbaner sein dürfte.

 

Erste Anfragen für Gewerbeflächen

Die Eingaben stammen gemäss Heiniger fast ausschliesslich von Einzelpersonen, welche das Projekt aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet hätten. Aus den Eingaben gehe hervor, dass sowohl Personen, denen die Schonung von Kulturland wichtig sei, wie auch solche, die sich mit der Architektur auseinandergesetzt hatten, das Projekt sinnvoll fänden. "Es geht kein Kulturland verloren. Es wird auf einem bestehenden Teerplatz gebaut", sagt Heiniger. Zudem passe das Projekt  architektonisch zu Biglen.

 

Auch aus wirtschaftlicher Sicht werde dem Projekt zugestimmt. Das kann Heiniger von Gemeindeseite her ebenfalls bestätigen. "Die Nachfrage nach dem wirtschaftlichen Nutzen ist da. Wir haben bereits Anfragen von Dienstleistern, die Interesse an den Gewerbeflächen haben", so Heiniger.

 

Grössere Wohnungen?

Entstehen sollen auf dem Bahnhofareal mehrere unterschiedlich grosse Gebäude mit Wohn- und Gewerbeflächen und ein zentraler Platz mit vierzig Parkplätzen. Nach dem Abschluss des Mitwirkungsberichts wird das Architekturbüro ein Richtprojekt ausarbeiten. "Eventuell mit grösseren Wohnungen, als zuvor gedacht", sagt Heiniger. Damit solle dem nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie erhöhten Platzbedürfnis entsprochen werden. Ursprünglich waren vierzig Wohnungen mit 1.5 bis 5.5 Zimmern und Schwergewicht auf 2.5- und 3.5-Zimmer-Wohnungen vorgesehen.

 

Heiniger ist zufrieden mit der Anzahl an Mitwirkungseingaben. "Es war zu erwarten, dass nicht wahnsinnig viel kommt", sagt er. Jedoch wären bei mehr Eingaben auch mehr kritische gekommen. Dass dies jetzt nicht der Fall sei, zeige, dass das Projekt passe. "Zwar können sich kritische Stimmen auch später noch zur Überbauungsordnung äussern, aber wenn es solche gäbe, wären sie wahrscheinlich schon jetzt gekommen", so Heiniger.

 

Abstimmung über UeO noch dieses Jahr

Die Abstimmung über die Überbauungsordnung folgt als nächster Schritt auf das Richtprojekt. Sie ist für diesen Herbst vorgesehen. Nach dem Einholen der nötigen Bewilligungen unter anderem beim Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) rechnet Heiniger mit einem voraussichtlichen Baubeginn im Frühling 2023.


Autor*in
Isabelle Berger, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 10.01.2021
Geändert: 11.01.2021
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