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Balkan-Rallye: "Die Zöllner beschlagnahmten unsere Schokolade"

"Abenteurer suchen Auto", lautete die Anzeige, die Daniel Fankhauser aus Boll auf BERN-OST schaltete. Zusammen mit Michael Friedli macht er beim Pothole Rodeo - einer Rallye quer durch den Balkan - mit. Letzten Freitag sind die beiden Abenteurer losgefahren und berichten auf BERN-OST exklusiv von ihren Erlebnissen.

Sintflutartige Niederschläge erschweren das Fahren
Michael und Daniel mit ihrem Nissan Micra. (Bilder: zvg)
Die Brücke zu überqueren wird zur Herausforderung.
Das Pothole - Schlagloch - Rodeo macht seinem Namen alle Ehre.
Wunderschöne Landschaften.
Stau wegen Unfall.
Die Kamera darf nicht fehlen.
Die Autos durften nicht mehr als 500 Euro kosten.
Auf solchen Strassen wird es nie langweilig.

Am Samstag um 9 Uhr kamen wir in Graz an. Als erstes erkundeten wir das Hotel und anschliessend den Startpunkt für Sonntagmorgen. Am Nachmittag fand die Registration statt. Hier sah man zum ersten Mal die anderen Teams und lernte die Mitstreiter etwas besser kennen. Die anderen Teams sind durchweg sehr sympathisch. Von Konkurrenzdenken keine Spur.

 

Von Jung bis Alt war alles dabei

Sonntagmorgen um Punkt 7 Uhr trafen wir uns bei einem Einkaufszentrum ausserhalb von Graz. Los ging es mit Kaffee und Kuchen und dem Bestaunen der anderen Teilnehmer - von Jung bis Alt war alles dabei.

 

Los ging es dann um etwa 9 Uhr. Erster Stop war der Plattensee in Ungarn. Das Ziel erreichten wir gegen Mittag. Nach einem erfrischenden Bad und einem guten ungarischem Gulasch ging es weiter Richtung serbische Grenze. Je weiter wir Richtung Serbien fuhren, umso schlechter wurden die Strassen.

 

Der Grenzübertritt erwies sich als unproblematisch, die Zöllner hatten eine freundliche Gleichgültigkeit uns gegenüber und liessen unseren Konvoi von etwa zehn Fahrzeugen ohne Probleme passieren.

 

Sinflutartiger Regen in Serbien

Kaum ware wir in Serbien angekommen, begann es sintflutartig zu regnen. Die Geschwindigkeit musste wegen der Gefahr von Aquaplaning und den zum Teil maroden Strassen stark gedrosselt werden.

 

Wir erreichten Novi Sad um 20.30 Uhr. Unser Plan war es eigentlich, unser Lager an der Donau aufzuschlagen. Wir verwarfen ihn jedoch zugunsten eines warmen und bequemen Hotels. Danach erkundeten wir Novi Sad. Eine wunderschöne Stadt, die uns mit ihren prunkvollen Sowjetbauten in Erstaunen versetzte.

 

Die Zöllner "beschlagnahmten" Schokolade

Am nächsten Morgen um 07.45 Uhr war Treffpunkt bei einem riesigen Einkaufszentrum etwas ausserhalb der Stadt. Um 08.15 Uhr machten wir uns auf den Weg in Richtung Rumänien. Die Zollkontrolle war etwas genauer als am Vortag. Wir mussten den Kofferraum öffnen und die Zöllner über unsere Absichten in Rumänien informieren. Die Zöllner blieben immer freundlich und fanden unsere Rallye eine gute Sache. Die serbischen Zöllner nahmen es nicht so genau, ,,beschlagnahmten‘‘ zwei Tafeln Schokolade und wünschen uns eine gute Reise.

 

Schwerer Unfall vor der moldawischen Grenze

In Rumänien wurden die Strassen etwas besser, das Wetter jedoch nicht. In einem kleinen Dorf namens Fäget assen wir zu Mittag und machten uns dann auf den Weg Richtung Sigishora - Schässburg. Um 20 Uhr erreichten wie die Altstadt und somit unser Lager für die Nacht.

 

Am Morgen besammelten wir uns bei einem grossen, nahe der Altstadt gelegenen Kiesplatz. Um 8 Uhr ging es los Richtung Moldawien. Am Dienstag führte uns der Weg durch die Teufelsschlucht, einer Strasse welche uns über hohe Berge und tiefe Schluchten führte. Etwa hundert Kilometer vor der moldawischen Grenze kammen wir an einen schweren Unfall. Es gab zum Glück nur Verletzte und keine Toten. Wir verloren hier gut anderthalb Stunden.

 

Unser Ziel am Abend, Schulmatrial zu einem Kinderheim oberhalb von Chisinau zu bringen, rückte in weite Ferne. 

 

Fortsetzung folgt...


Autor
Michael Friedli
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Erstellt: 11.07.2018
Geändert: 12.07.2018
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