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Baum stürzt auf Auto: Verletzte nach Unfall in Worb

Der Sturm „Burglind“ hat in Worb zwei Verletzte gefordert. Am Mittwoch kurz vor Mittag stürzte auf der Rubigentrasse zwischen Rubigen und Worb ein Baum auf ein fahrendes Auto. Die verletzten Personen wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht, konnten dieses jedoch bereits wieder verlassen. In der ganzen Region Bern-Ost kam es zu Sturmschäden und Stromausfällen.

Forderte zwei Verletzte: Ein Baum stürzte auf der Rubigenstrasse zwischen Rubigen und Worb auf ein fahrendes Auto. (Das vom Baum getroffene Auto war zum Zeitpunkt der Bildaufnahme bereits entfernt worden.) (Bild: Res Reinhard)
Kurzer Prozess: Der Worber Tannenbaum hielt dem Sturm nicht Stand und wurde kurz darauf an Ort und Stelle geschreddert und weggeräumt. (Bild: Isabelle Berger)
Abgedeckte Dächer: Vielerorts flogen Dachziegel davon, so auch vom Dach des Restaurants Löwen in Worb. (Bild: Isabelle Berger)
Umgestürzte Bäume auch in Konolfingen...
... und Richtung Häutligen. (Bilder: Michael Gfeller / zvg)
In Gmeis bei Mirchel richtete Burglinde...
... grossen Waldschaden an. (Bilder: Fritz Ischer / zvg)
Auch in Münsingen...
...wurden Bäume und Häuser nicht verschont, ...
... an etwa 20 Orten in Münsingen lagen Bäume auf den Strassen...
.... und Bäume wurden teilweise mit grösseren Stücken des Waldbodens rausgerissen. (Bilder: Markus Joss)
Auch die Feuerwehr Wichtrach musste aufgrund umgestürzter Bäume, ...
... abgedeckter Ziegel ...
... sowie weiteren Schadensmeldungen ...
... mehrmals ausrücken. So etwa als am Pfarrhausweg ein Baum auf ein Hausdach stürzte. (Bilder: Feuerwehr Wichtrach / Facebook.com)

Die Meldung zum Unfall auf der Rubigenstrasse ging bei der Kantonspolizei kurz vor 11.30 Uhr ein, wie diese auf Nachfrage mitteilt. Ein Auto, das von Rubigen in Richtung Worb SBB unterwegs war, sei auf der Rubigenstrasse von einem umstürzenden Baum getroffen worden.

Eine der insgesamt drei Personen musste von der Feuerwehr aus dem Auto geborgen werden. Beim Unfall seien der Lenker sowie ein Kind leicht verletzt worden. Sie wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht, konnten dieses gemäss Informationen der Kantonspolizei in der Zwischenzeit jedoch wieder verlassen.

Neben der Kantonspolizei stand die Feuerwehr Worb im Einsatz. Die Rubigenstrasse blieb für die Aufräumarbeiten sowie aus Sicherheitsgründen eine Zeit lang vollständig gesperrt. Mittlerweile wurde die Strasse für den Verkehr wieder freigegeben.

Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer

In der ganzen Region Bern-Ost rückten die Feuerwehren aus wegen umgefallenen oder gefährlichen Bäumen. Viele Strassen, besonders solche, die in Wälder führen, wurden abgesperrt. So zum Beispiel in Oberdiessbach, wo die Lage gemäss Feuerwehrkommandant Sascha Fankhauser sehr unübersichtlich sei und fast alle Strassen gesperrt seien.

Gesperrt wurde auch die Strecke Obergoldbach - Arni – Moosegg. Vielerorts kam es zu abgedeckten Dächern und Stromunterbrüchen. In Münsingen waren von zirka 12.15 Uhr bis 13.15 Uhr 1 500 Haushalte sowie etliche Gewerbebetriebe und Läden ohne Strom, wie die InfraWerke mitteilen. Grund sei eine wohl durch den Sturm verursachte Störung im Hochspannungsnetz der BKW. Im direkt von der BKW versorgten Tägertschi sei der Strom nach wie vor auf unbestimmte Dauer unterbrochen.

Lage in Münsingen „katastrophal“

Münsingen wurde besonders heftig getroffen. „An zirka 20 Orten liegen Bäume auf den Strassen,“ sagt der dortige Feuerwehrkommandant Markus Joss, der die Lage als katastrophal bezeichnet. Stürzende Bäume hätten Häuser und Autos beschädigt, verletzt worden sei aber niemand. Am Morgen kam es zudem zu einem Kaminbrand in Tägertschi.

Wegen Stromausfall mussten die Münsinger, wie auch die Konolfinger Feuerwehr mit Notstrom arbeiten. 

Blitzeinschlag in Rubigen

In Rubigen schlug ein Blitz in eine Freileitung am Bauholzweg 2 ein. „Der Blitz ging dann durch den Boden in die Trafostation, wo er Schaden anrichtete und von da durch die Erdungsleitung in die Häuser“, sagt der Rubiger Feuerwehrkommandant Jürg Badertscher. Diverse elektronische Geräte wie Fernseher und Telefone seien in den Häusern durch den Blitz beschädigt worden.

Rekord-Windgeschwindigkeiten

Niklaus Hofer von der Wetterstation Oberhünigen mass Böen mit einer Geschwindigkeit von 125,6 Kilometern pro Stunde. "Das ist ein Rekord. In den zehn Jahren, in denen ich messe, habe ich nie Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde gemessen," sagt Hofer. Ein Kollege in Oberthal dagegen habe 90 Stundenkilometer gemessen.


Autor
Eva Tschannen, eva.tschannen@bern-ost.ch, Isabelle Berger, isabelle.berger@bern-ost.ch
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Erstellt: 03.01.2018
Geändert: 03.01.2018
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