Neuheit beim RBS

Beim Bremsen wird der Zug zum Stromlieferanten

Wer mit der S7 von Bern nach Worb fährt, sitzt in einem Zug, der beim Bremsen Strom erzeugt. Ein neuer Speicher soll helfen, mehr dieser Energie zu nutzen.

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Wenn der Zug bremst, wird Energie gespeichert, die wieder verwendet wird. (Symbolbild: Archiv BERN-OST)

Anfahren, bremsen, wieder anfahren: Auf der Strecke von Bern nach Worb passiert dies immer wieder. Beim Bremsen wird Bewegungsenergie in Strom umgewandelt. Dieser Strom kann über die Fahrleitung einen anderen Zug antreiben.

 

Doch das klappt nur, wenn ein anderer Zug im passenden Moment Strom braucht. Sonst wird die überschüssige Energie in Wärme umgewandelt und geht verloren. Damit dieser Strom nicht verloren geht, dafür gibt es jetzt eine Lösung.

 

Strom für die nächste Abfahrt

Hier kommt der neue Energiespeicher des RBS zum Zug. Er steht beim Bahnhof Lohn-Lüterkofen (Gemeinde Bätterkinden). Die Anlage nimmt Bremsenergie auf und gibt sie wieder in die Fahrleitung ab, sobald ein Zug anfährt oder beschleunigt.

 

Der RBS rechnet mit mehr als 400 Kilowattstunden zurückgewonnener Energie pro Betriebstag. Damit könnte ein durchschnittliches Elektroauto rund 2000 Kilometer fahren. Ob die Anlage diesen Wert erreicht, werden die kommenden Monate zeigen.

Neustart nach einem Brand

Das Projekt kostete 1,3 Millionen Franken. Das Bundesamt für Verkehr beteiligte sich an der Finanzierung. Schon vor fünf Jahren hatte der Regionalverkehr Bern-Solothurn am gleichen Ort einen Speicher getestet. Ein Brand zerstörte ihn vollständig. Nach einer Untersuchung wurde die neue Anlage mit zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen ausgestattet.


Autor:in
pd/rb, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 30.10.2026
Geändert: 30.10.2026
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