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Beschwerdeführer geben auf: Planung der Schullandschaft Stalden geht los

Mehr als zwei Jahre nach der Abstimmung kann die Schullandschaft Stalden doch noch in Angriff genommen werden. Bis anhin blockierte ein Beschwerde das Projekt. Den Entscheid des Verwaltungsgerichts fechten die Beschwerdeführer nicht mehr an.

Nach zwei Jahren kann mit der Planung des Vorprojekts begonnen werden. (Visualisierung: Archiv/zvg)

Die Beschwerdefrist von 30 Tagen ist verstrichen. Doch es blieb ruhig. Die fünf Beschwerdeführer ziehen ihre Beschwerde nicht weiter. Mitte Dezember wies das Verwaltungsgericht sie zurück. Mehr als zwei Jahre nach der Abstimmung kann die Gemeinde Konolfingen nun also mit der lang ersehnten Planung des Baus der neuen Schullandschaft beginnen.

 

Unsicherheit bleibt

Am 25. November entschied das Stimmvolk äusserst knapp für den Neubau. Mit 990 Stimmen gegenüber 987 Stimmen waren nur gerade drei mehr für das 30-Millionen-Projekt. Darauf reichte eine Gruppe Beschwerde ein und forderte eine erneute Nachzählung. Mit einem Umweg über die falsche Instanz verzog sich das Prozedere um mehr als zwei Jahre. Die Beschwerdeführenden gaben sich erst nach der Absage der Verwaltungsgerichts geschlagen. Die Unsicherheit, inwiefern die ungültigen Stimmen das Wahlresultat beeinflusst hätten, bleibt allerdings bestehen.

 

Der Gemeinderat wurde von den Beschwerdeführern bereits vorinformiert, dass diese den Entscheid des Verwaltungsgerichts akzeptieren.  "Wir sind sehr froh, dass es jetzt weitergehen kann", sagt Gemeindepräsident Heinz Suter gegenüber BERN-OST.  Möglichst bald soll mit dem zuständigen Architekten die Planung des Vorprojekts aufgenommen werden.

 

Frühestens Ende 2024

Laut Suter würde es bis zur Realisierung der neuen Schulanlage im Optimalfall drei Jahre dauern. Was ursprünglich für dieses Jahr geplant war, verschiebt sich also auf 2024 oder 2025. In der Zwischenzeit kann allerdings noch viel passieren. Ziel sei es, Anfang 2022 die Baubewilligung einzureichen.  Da könnte es theoretisch dann wieder zu Einsprachen kommen.

 

Dass der Schulraum schon jetzt knapp wird, ist seit längerem bekannt. Man müsse jetzt schauen, wie sich die Situation entwickelt und bei Bedarf punktuell Investitionen tätigen, meint der Gemeindepräsdent.


Autor*in
Adrian Kammer, adrian.kammer@bern-ost.ch
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Erstellt: 15.01.2021
Geändert: 15.01.2021
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