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Biglen - Neue Siedlung Dättlig interessiert die Leute

Eine Infoveranstaltung der Gemeinde Biglen zur Überbauungsordnung Dättlig sorgte gestern für reges Interesse.  An der geplanten Siedlung wurde kaum Fundamentalkritik laut. Gebaut wird in frühestens zwei Jahren und etappenweise.

Interessierte Besucher der Informationsveranstaltung bei der Besichtigung des Modells der geplanten Überbauung. (Bilder: Res Reinhard)
Der Singsaal im Primarschulhaus Feltschen war gut gefüllt.

"Es wäre schön, wenn an der Gemeindeversammlung auch immer so viele Leute kämen." Gemeindepräsident Peter Habegger (FDP) konnte sich die kleine Spitze angesichts des vollbesetzten Singsaals im Schulhaus Feltschen nicht verkneifen. Gekommen waren die Biglerinnen und Bigler, um den Ausführungen von Gemeinderat, Architekten, Raumplaner und Bauunternehmer zur geplanten Wohnsiedlung auf dem Dättlig zuzuhören.

 

Baustart frühestens in zwei Jahren

75 Wohnungen sind auf dem Areal geplant. Je nach Belegung würden dadurch 180 bis 220 Personen zusätzlich nach Biglen ziehen. Die rund 14 Prozent Bevölkerungszuwachs, die das für das Dorf bedeuten würden, werden allerdings durch die Tatsache relativiert, dass der Bau in Etappen geplant ist und weder heute noch morgen beginnt. Je nach weiterem Verlauf von Planung und Bewilligungsverfahren sei "frühestens in zwei Jahren" an einen Baustart zu denken, sagt Bauunternehmer Niklaus Bay. 

 

"Wir bauen nicht auf Halde", sagte Bay am Infoabend. Man wolle keine leeren Häuser hinstellen. In der Siedlung wird es einen Mix aus Miet- und Eigentumswohnungen geben. Wie teuer sie werden, ist noch nicht klar. "Billiger als in der Stadt Bern aber teurer als in Eggiwil", sagte Bay dazu.

 

Sorgen wegen Schattenwurf

Fragen aus der Bevölkerung betrafen die Schule, den Verkehr und den Schattenwurf der Gebäude. Befürchtet wurde, dass die Sonne, die es im Winter sowieso kaum über die Hügelkuppe schafft, zusätzlich verdeckt würde. Die Projektverantwortlichen beschwichtigten. "Die Wohnhäuser werden nicht höher sein als das Lagerhaus, das heute dort steht", sagte der Architekt Peter Weibel.  Auch was die Schule, den Verkehr und die übrige Infrastruktur angeht, erklärte die Gemeinde, das Bauprojekt und der Bevölkerungszuwachs seien tragbar.

 

Das Gelände auf dem Dättlig gehört den Brüdern Andreas, Christoph und Fritz Krebs. Wer schliesslich bauen wird, ist noch nicht bekannt. "Aufgrund des Projektstandes können noch keine konkreten Verhandlungen mit Investoren geführt werden", erklärt Niklaus Bay. "Die bisherigen Planungsarbeiten hat die César Bay AG finanziert. Ob wir uns aber weitergehend engagieren werden, ist noch nicht klar."

 

[i] Ab dem 15. Februar liegen das Baureglement und die Überbauungsordnung öffentlich auf.

 


Autor
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 12.02.2019
Geändert: 12.02.2019
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