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Turnhalle Biglen: Mini-, Midi- oder Maxi-Variante?

Beide Turnhallen des Schulhauses Feltschen in Biglen sind rund sechzig Jahre alt und müssen erneuert werden. Am Mittwochabend informierte der Gemeinderat rund 130 Interessierte über das Projekt Turnhalle / Mehrzweckraum. Im Rahmen des Vorprojekts hat die zuständige Projektgruppe unter der Leitung von Gemeinderat Walter Portenier drei Varianten vorgestellt, wie die baufälligen Turnhallen ersetzt werden können.

Rund 130 Interessierte waren an der Infoveranstaltung (Bild: Lina Schlup)
Variante Mini (Bilder: www.ans-architekten.ch/ zvg)
Variante Midi.

Die beiden Turnhallen Biglens sind mangelhaft. Mit ihren rund sechzig Jahren würden sie nicht mehr den heutigen Bedürfnissen und Sicherheitsvorschriften entsprechen. "Sie sind am Ende ihrer Lebensdauer angekommen", sagte Rolf Nöthiger, vom Architekturbüro ANS Architekten und Planer SIA AG.

 

Früher sei eine solche Halle nur zum Turnen gebraucht worden, doch die Ansprüche hätten sich in den letzten Jahren verändert. Der Gemeinderat hat deshalb Vorschläge und Wünsche der Vereine miteinbezogen. Am Mittwochabend stellte er die drei Bauvorschläge erstmals der Öffentlichkeit vor.

 

Mini, Midi und Maxi

"Die drei vorgestellten Varianten sind im Prinzip verwandt", sagte Nöthiger. Unterschieden sich aber in Details und Kosten. Die erste vorgeschlagene Variante, die Mini-Variante, sieht vor, die beiden Turnhallen durch eine Doppelhalle von 32.5 auf 28 Meter zu ersetzen, ohne zusätzliche Bühne (siehe Bilder).

 

Die Midi-Variante sieht auch eine Doppelhalle vor, allerdings grösser, nämlich 44 auf 23.5 Meter. Hier auch inbegriffen ist eine Bühne und die nötigen Nebenräume. Die Maxi-Variante beinhaltet eine Dreifachhalle von 49 auf 28 Meter. Mit Bühne und Nebenräumen. Allerdings würde der Sportplatz kleiner werden. "Die Bühne ist eines der meistgewünschten und meistgenannten Dinge der Vereine gewesen und wurde daher miteinbezogen", sagte  Nöthiger.

 

Wie die neue Turnhalle schlussendlich von aussen aussehen soll, ist noch nicht klar. Im Vorprojekt seien Dinge wie Baumaterialien noch nicht besprochen worden. 

 

"Ist es tragbar für Biglen?"

Finanzverwalterin Beatrice Siegenthaler zeigte anschliessend die finanziellen Auswirkungen der drei Varianten auf. "Ist es tragbar für Biglen?", habe sich die Projektgruppe gefragt.

 

Die Mini-Variante kostet rund 9,8 Millionen Franken an reinen Baukosten. Die Maxi-Variante circa anderthalbmal so viel, nämlich 15,4 Millionen Franken. Die Midi-Variante rund 12,7 Millionen Franken. Dazu kommen noch jährliche Folgekosten.

 

Welche Konsequenzen das für die Steuerzahler hat, zeigte Siegenthaler am Beispiel der Midi-Variante. Eine Erhöhung der Steueranlage um einen Zehntel, was bei einem steuerbarem Einkommen von Fr. 50‘000 – 100‘000 ein Plus von 165 bis 386 Franken zur Folge hätte.

 

Einige Bedenken

Während der Diskussionsrunde wurden erste Bedenken geäussert. Eine anwesende Person des TV Biglen erkundigte sich nach Übergangslösungen während der Bauphase, die voraussichtlich ein bis eineinhalb Jahre dauern werde. Es sei zwar geplant, dass die Vereine die Espace Arena und andere Turnhallen in der Umgebung nutzen können, wie das aber konkret funktionieren soll, sei noch unklar.

 

Auch die Auswirkungen des Baulärms auf die nähere Umgebung war ein Thema. "Die Kinder, die den Kindergarten II besuchen, befinden sich in unmittelbarer Nähe der Baustelle", merkte jemand an. Nöthiger sieht dies nicht als Problem. "Dafür werden wir eine Lösung finden", sagte er.

 

Die Voten wurden aufgenommen und werden in die weitere Projektierung einfliessen.


Autor
Lina Schlup, lina.schlup@bern-ost.ch
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Erstellt: 25.10.2018
Geändert: 26.10.2018
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