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Biglen - Viel zu tun für den Neuen

Guido Heiniger (BDP), neuer Gemeindepräsident von Biglen steht vor einer Amtszeit mit Veränderungen und grossen Projekten.

Guiso Heiniger, seit Anfang Jahr Gemeindepräsident von Biglen. (Bild: Anina Bundi)

Das Gemeindehaus von Biglen war früher ein Schulhaus. Auch Guido Heiniger, seit Anfang Jahr Gemeindepräsident des Dorfes, drückte hier die Schulbank. Heute tagt im Gewölbekeller der Gemeinderat, die Verwaltung ist im Parterre einquartiert, und der Rest ist vermietet.

 

Von der Landmaschinenwerkstatt zur Pharmaindustrie

Guido Heiniger ist in Biglen, auf einem 8.5-Hektaren-Heimet aufgewachsen. Nach der Schule lernte er auf Anraten des Vaters Landmaschinenmechaniker, damit er auf dem Hof die Maschinen flicken könne. Doch es kam anders. Der Vater wurde pensioniert und das Land verpachtet. Bei Guido Heiniger folgten auf die Lehre Aus- und Weiterbildungen, heute ist er Betriebwirtschafter und «Head of Sales» Oncology, also zuständig für den Verkauf von Krebsmedikamenten bei der Basler Firma Roche.

 

Heiniger (BDP) sass bereits von 2012 bis 2015 im Gemeinderat von Biglen, trat aber aus beruflichen Gründen zurück. Heute habe er mehr Zeit, sagt er zu BERN-OST. Während er in früheren Jobs jeweils ein paar Tage pro Woche in Paris oder London verbringen musste, könne er jetzt fast jeden Abend nach Biglen heimkehren. So sei das Amt machbar. Gewählt wurde er als einziger Kandidat, also still. Die Bestätigung, die eine Kampfwahl mit sich gebracht hätte, fehle ihm nicht, sagt er. Gemeldet habe er sich nach Rücksprache mit den Parteien, was auch Rückhalt gebe.

 

Vieles steht an

Den Bezug zur Gemeinderatsarbeit habe er in den vier Jahren nie verloren – vor allem dank seiner Frau Marlis Heiniger, die während der Zeit Gemeinderätin war. Dies kommt ihm nun gelegen, stehen doch diverse wichtige Projekte an in Biglen. Am 9. Februar stimmt die Bevölkerung über die 1,3 Millionen Franken teure Sanierung der Mühlestrasse  ab. Beschäftigen werden ihn und die anderen Gemeinderatsmitglieder auch die Sanierung der Badi, die G5-Antenne, gegen die sich Widerstand regt, sowie Planung und Bau einer neuen Turnhalle. Weiter ist die Umgestaltung des Bahnhofareals durch die BLS in Planung.

 

Weggänge im Gemeindehaus

„Es stehen viele spannende Projekte an und ich freue mich“, sagt Heiniger. Die allererste Herausforderung werde sein, die Gemeindeverwaltung neu aufzustellen. Der langjährige Gemeindeschreiber Ferdinand Zürcher und die fast ebenso langjährige Finanzverwalterin Beatrice Siegenthaler, werden Biglen zwecks Weltreise verlassen. „Mit ihnen geht viel Knowhow. Aber so ein Wechsel kann auch eine Chance sein für Veränderungen.“ Seinen Führungsstil erklärt er so: „Situativ auf die Mitarbeiter zugeschnitten. Das Verwaltungsteam soll sich wohl fühlen, gerne zusammenarbeiten und alle ihr Potenzial entfalten können.“ Auch im Gemeinderat wird er nicht einem Gremium von Langjährigen vorstehen. Drei Neue sorgen auch hier für frischen Wind.

 

Guido Heiniger wohnt mit seiner Frau, zwei Söhnen (Julian 15 und Matthias 16) sowie dem 11-jährigen Labrador-Collie Mischling Lia im umgebauten Elternhaus, das zugehörige Kulturland ist verpachtet. In seiner Freizeit spielt er Tennis im Tennisclub Biglen.


Autor
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 29.01.2020
Geändert: 29.01.2020
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