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Bio Schwand Münsingen: Der Geschäftsführerin wurde es zu viel

Nachdem im letzten Sommer schon vier Mitglieder des Verwaltungsrats zurückgetreten sind, nimmt nun auch die Geschäftsführerin Sabine Vogt den Hut. Die betriebliche Situation sei ihr zu viel geworden, begründen sie und das Unternehmen den Abgang. Nun wird eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht.

Gastgeberin Sabine Vogt verlässt den Schwand nach knapp vier Jahren schon wieder. (Bild: hfthun.ch)

"Wir haben keine einfachen Zeiten auf dem Schwand", sagt Heinz Iseli, Verwaltungsratspräsident der Bio Schwand AG. "Die Herausforderungen für eine Geschäftsführerin sind deshalb extrem gross. Und Frau Vogt wurde es zu viel." Diese Aussage kann Sabine Vogt unterschreiben. "Genau so ist es", sagt sie auf Nachfrage von BERN-OST. Seit gut dreieinhalb Jahren führte die Hotelfachfrau die Geschäfte der Bio Schwand AG. "Frau Vogt ist eine sehr gute Gastgeberin", sagt Iseli. "Dank ihr konnten wir den Seminarbereich ausbauen." Den Betrieb verlasse sie Ende Februar auf eigenen Wunsch. Wer sie ersetzen wird, ist noch unklar. Die Stelle ist ausgeschrieben.

 

Bereits vor aber auch während Vogts Zeit kämpfte die AG mit finanziellen Schwierigkeiten und Wechseln im Verwaltungsrat. Erst letzten Sommer hatten vier von sechs Mitglieder des Verwaltungsrats ihren Rücktritt bekannt gegeben und dies gegenüber der Berner Zeitung BZ mit "fehlender Unterstützung von aussen" sowie Zeitmangel begründet.

 

Neue Verwaltungsräte werden im Frühling gewählt

Ersetzt werden sie erst an der nächsten Generalversammlung im Frühling. Gemäss Information von Heinz Iseli strebt die AG einen vierköpfigen Verwaltungsrat an und hat zusätzlich zu den bisherigen Mitgliedern Iseli und Heinz Marti bereits zwei weitere interessierte Personen gefunden. Ausserdem sei geplant, einen Beirat von 6 bis 8 Leuten einzusetzen, der das Projekt tragen helfe. Hier sollen auch die Landwirtschaft und die Politik vertreten und eine Mitarbeit weniger zeitaufwändig sein.

 

Auch die finanzielle Lage sei nun besser, so Iseli. Die AG hatte mit der Hauptmieterin, dem Kanton Bern, über die Aufteilung der Heizkosten gestritten und war darob in einen Liquiditätsengpass geraten. Ein Schlichtungsverfahren sei nun aber zu Gunsten der AG entschieden worden. Der Kanton akzeptiere das Urteil und werde in Zukunft seinen Anteil bezahlen. Die anderen Mieter hätten noch nicht Bescheid gegeben.


Autor
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 14.01.2020
Geändert: 14.01.2020
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