Bob-Anschieber Moser qualifiziert sich für Olympia
Pascal Moser aus Kiesen hat sich seinen «Buebeträum» erfüllt. Nach 10 Jahren mit Höhen und Tiefen hat sich der Bob-Anschieber für die Olympischen Winterspiele qualifiziert.
Vor 10 Jahren war Pascal Moser noch Amateurfussballspieler, heute steht er vor dem grössten Wettkampf seiner Karriere. Der Sportler aus Kiesen ist Anschieber in einem der 3 Schweizer Bob-Teams und wird Ende Februar an den Olympischen Winterspielen 2026 in Milano/Cortina teilnehmen. «Die meisten Bobfahrer waren vorher Leichtathleten. Da konnte ich lange nicht mithalten», sagt Moser.
Der Weg an die Spiele war lang. Bereits vor 4 Jahren verpasste er die Qualifikation noch. Seither hat er weiter an sich gearbeitet. «Mittlerweile bin ich seit 10 Jahren im Team, trainiere rund 30 Stunden pro Woche, bringe etwa 100 Kilo auf die Waage und gehöre zu den Dienstältesten», erklärt Moser. Fitness und Gewicht seien im Bob entscheidend. «In diesen Jahren habe ich enorm viel investiert, der Aufwand war riesig.»
Wie viel ihm die Qualifikation bedeutet, beschreibt er mit einem Vergleich: «Stell dir vor, du arbeitest viele Jahre und an einem Tag entscheidet es sich, ob du Lohn bekommst oder nicht.» Dieser Lohn sei für ihn die Teilnahme an den Olympischen Spielen. «Es ist schwierig zu sagen, was das bedeutet. Es ist eine unglaublich grosse Entlohnung.»
Als Anschieber gehört Moser normalerweise zum Team von Michael Vogt. An den Olympischen Spielen wird er jedoch in einer anderen Formation antreten. «Bob ist Teamsport, aber jede Besetzung muss sich finden», sagt Moser. «Wir kennen uns im Schweizer Team gut, trotzdem müssen wir zusammen trainieren. Das Timing muss passen.»
Der «Buebeträum», einmal an Olympischen Spielen teilzunehmen, ist damit erfüllt. «Jetzt geht es darum, an diesen Tagen die Leistung abrufen zu können und fokussiert zu bleiben», so Moser. Ein Diplom für eine Klassierung unter den Top 8 wäre für ihn ein weiteres Ziel.
Die olympischen Viererbob-Rennen gehören zu den letzten Wettkämpfen der Spiele und finden am 21. und 22. Februar statt.