«Bürgerlich, mittelstandsorientiert, Eigenverantwortung»
Ende März wählen wir den Berner Grossrat neu. Allein aus der Region Bern-Ost bewerben sich 155 Männer und Frauen um einen der insgesamt 160 Sitze. Bei uns stellen sich von jeder Partei eine Kandidatin und ein Kandidat aus der Region vor. Heute SVP-Gemeinderat Ronny Thöni aus Walkringen.
Name: Thöni Ronny
Alter: 35
Wohnort: Walkringen
Beruf: Serviceleiter Sanitär / Servicetechniker
Arbeitgeber: Fasel und Brunner AG
Familienstand/Kinder: Liiert, 2 Söhne 8 und 4
Bisherige politische Ämter: Sektionspräsident SVP Walkringen, Mitglied Geschäftsprüfungskommission
Wie wurden Sie politisiert, was ist Ihre früheste Erinnerung an Politik?
Die nicht wie beschlossen umgesetzte Masseneinwanderungsinitiative brachte mich dazu, den Sinn politischer Mitbestimmung zu hinterfragen. Statt mich davon zu distanzieren, begann ich mich intensiver zu informieren und ein stärkeres Interesse an Politik und gesellschaftlichen Fragen zu entwickeln.
Warum sind Sie bei der SVP gelandet?
Weil die SVP als einzige konsequent für Mittelstand und Schweiz einsteht.
Welche drei Begriffe beschreiben Ihre politische Haltung am besten?
Bürgerlich, mittelstandsorientiert, Eigenverantwortung.
Mir liegen die Büetzer, die jeden Tag hart arbeiten, besonders am Herzen. Sie brauchen in Bern eine starke Stimme, die ihre Interessen wirklich vertritt.
In welchem Politikbereich sehen Sie im Kanton Bern den dringendsten Handlungsbedarf?
Bildung muss wieder die Grundlagen wie Lesen, Schreiben und Rechnen stärken. Gleichzeitig möchte ich das Gewerbe fördern mit weniger Bürokratie und einer guten Infrastruktur für Arbeitnehmer und Gewerbler, zum Beispiel ausreichend Parkmöglichkeiten.
Soll die Schweiz Waffen in die Ukraine liefern?
Nein, die Schweiz sollte neutral bleiben und keine Waffen in die Ukraine liefern. Neutralität ist ein zentraler Bestandteil unserer Aussenpolitik, sichert unsere Glaubwürdigkeit und erlaubt es uns, als Vermittler zu agieren.
Wie stehen sie zum Thema Tempo 30 innerorts?
Ich halte Tempo 30 in Wohnquartieren und in der Nähe von Schulen für sinnvoll. Auf Hauptstrassen sollte es hingegen nur gezielt eingesetzt werden, da ein flächendeckendes Tempo 30 den Verkehrsfluss unnötig verlangsamt und insbesondere das Gewerbe wertvolle Zeit kostet.
Was können Sie, dass niemand von Ihnen denken würde?
Ich koche sehr gerne und überraschenderweise auch immer wieder sehr gut.
Was ist das Wildeste, was Sie je gemacht haben?
Einen Helikopterrundflug, diesen Wunsch habe ich meiner Partnerin zum Jubiläum erfüllt. Dabei muss ich zugeben: Ich selbst fliege eigentlich gar nicht gern.
Welches Lied können Sie auswendig?
Schweizer Mundarthits
Was war als Kind Ihr Traumberuf?
Landwirt. Meine Eltern besitzen ein Meiensäss im Berner Oberland. Schon als Kind durfte ich beim Bauern mithelfen. Was mich immer besonders begeistert hat, waren die Auf- und Abfahrten der Alp.