• Wirtschaft

Corona-Virus: Was hilft KMUs in Zeiten der Krise?

Eins ist sicher, die Situation ist für KMUs im Moment nicht einfach. Obwohl der Bund viel Geld für alle Unternehmen bereit gestellt hat, bedeuten die strengen Massnahmen für viele einen grossen Erwerbsausfall. BERN-OST hat bei mehreren Unternehmen nachgefragt: Welche Möglichkeiten gibt es, lokale Geschäfte auch in einer solchen Ausnahmesituation zu unterstützen?

Planen kann man auch in der Krise: Eine Offerte einholen ist in der aktuellen Situation gut möglich. (Bild: zvg)
Umgenäht wird bei Mannesach auch in Ausnahmesituationen: Die Schneiderin arbeitet im Homeoffice. (Bild: zvg)

"Im Moment ist die beste Unterstützung für uns, wenn sich die Leute an die Massnahmen des Bundes halten, damit sich die Situation möglichst schnell wieder beruhigt", sagt Daniela Fahrni, Mitinhaberin des Coiffeurgeschäfts "Frisiert" in Worb. Da Coiffeure die aktuellen Massnahmen des Bundes bei Normalbetrieb nicht einhalten können, sind sie, vorerst bis zum 19. April, geschlossen.

 

"Es hilft uns auch, wenn die Kunden bereits jetzt neue Termine für die Zeit nach der Ausnahmesituation vereinbaren", fügt Fahrni an. Sonst gebe es nicht sehr viel, was die Kunden im Moment tun könnten.

 

Die Zeit nach der Krise ist wichtig

Bei der Blumenhandlung "Mario Burkhard Intérieur et Fleurs" in Bolligen gibt es etwas mehr Möglichkeiten. Inhaber Mario Burkhard sagt: "Bestellungen über unseren Webshop sind bei uns weiterhin möglich und wir nehmen auch Bestellungen per Telefon an." Die Blumen werden zu den Kunden nach Hause geliefert. "Auch wir merken, dass weniger läuft als sonst", sagt Burkhard. Aber die Unterstützung der Kunden sei gross.

 

Und er betont, dass die Zeit nach der Krise wichtig sei: "Es ist wichtig, dass die Leute nach dem Ende der Spezialmassnahmen eher die kleinen, lokalen Unternehmen unterstützen. Grossanbieter haben oft mehr 'Polster' als KMUs."

 

"Die Massnahmen des Bundes helfen uns allen"

"Wir haben das Glück, dass noch einige Aufträge anstehen, wir bekommen die Krise vermutlich erst mit ein paar Wochen Verzögerung zu spüren", sagt Thomas Kirchmann, Inhaber der Schreinerei Kirchmann in Walkringen. Für ihn sei es vor allem hilfreich, wenn Kunden zusammen mit dem Betrieb abklären, welche Arbeiten, unter Einhaltung der aktuellen Regelungen, noch gemacht werden können.

 

Vor allem Sanierungsarbeiten und Reinigungen seien auch unter Einhaltung der Distanzvorschriften gut machbar, so Kirchmann. "Die Kunden können zudem diese Zeit nutzen, um Aufträge zu vergeben und Offerten einzuholen, das sind Arbeiten, die auch ohne direkten Kundenkontakt gut umsetzbar sind." Wichtig sei vor allem, dass jetzt nicht einfach alle Aufträge gestoppt würden. Er fügt an: "Was uns allen hilft, ist, wenn sich die Leute an die Massnahmen des Bundes halten. So herrscht am schnellsten wieder Normalität."

 

Aktiv auf Social Media

Auch Silvia Bigler, Inhaberin der Modeboutique "Mannesach" in Münsingen sagt, wichtig sei vor allem, dass die KMUs nach der Krise von den Kunden unterstützt würden. Online-Verkauf sei für uns eher schwierig, da sie Festtagsmode verkaufen würden. Sie werde in nächster Zeit vor allem auf Social Media aktiv sein und ihre Lernende beim Lernen unterstützen.

 

"Das Atelier läuft noch, wir machen weiterhin Änderungsarbeiten an Herrenmode. Unsere Schneiderin arbeitet allerdings jetzt bei sich zuhause", so Bigler, und fügt an: "Kunden können auch anrufen und etwas zu sich nach Hause liefern oder schicken lassen."


Autor
Melanie Burkhard, info@bern-ost.ch
Nachricht an die Redaktion
Statistik

Erstellt: 24.03.2020
Geändert: 24.03.2020
Klicks heute:
Klicks total: