Laubers besonderes Nati-Heimspiel

«Davon hätte ich nie zu träumen gewagt»

Janis Lauber will im Dezember mit der Schweiz an die WM nach Finnland. Bei den letzten Testspielen kann sich der Nati-Spieler vor heimischem Publikum zeigen. Für ihn geht es dabei um mehr als einen Platz im WM-Team.

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Janis Lauber hat als einziger Spieler der Tigers ein Aufgebot für die Nati erhalten. (Foto: rb)

Die Halle kennt er, die Zuschauer auch. Doch diesmal kommt Janis Lauber mit der Schweizer Nati nach Biglen. «So weit wollte ich nie träumen, dass ich in dieser Arena jemals Länderspiele spielen kann», sagt er.

 

Für ihn ist die Unihoc Arena die Vereinshalle, in der er sonst mit den Tigers spielt. Am Wochenende wird er dort im Schweizer Trikot auflaufen. Am Freitag und Sonntag trifft die Schweiz in Biglen auf die Slowakei und Tschechien. Es sind die ersten Unihockey-Länderspiele im Dorf.

 

Viele bekannte Gesichter

Lauber freut sich auf das Publikum. «Länderspiele in der Schweiz sind immer speziell.» Er habe bisher erst zweimal mit der Nati im eigenen Land gespielt. Bei Spielen in der Schweiz kämen viele Leute, die Stimmung sei deutlich besser als im Ausland.

 

Der 27-jährige Grosshöchstetter arbeitet als Bauleiter in einem Architekturbüro. Zum Unihockey kam er als kleiner Bub. Mit seinen Brüdern spielte er erst im Quartier, später bei den Junioren bei Zäziwil Gauchern. Bei den Unihockey Tigers durchlief er alle Juniorenstufen bis in die erste Mannschaft.

 

Im Sturm fühlte er sich von Anfang an wohl. Tore schiessen, Pässe geben: Das gefiel ihm. Heute spielt er als Center (Mittelstürmer) bei den Tigers und in der Nati.

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Janis Lauber: «Länderspiele in der Schweiz sind immer speziell.» (Foto: rb)

Argumente für einen WM-Platz

Die Spiele in Biglen sind die letzten Länderspiele vor der WM im Dezember in Finnland. Für Lauber ist das Heimspiel deshalb auch eine Gelegenheit, Nationaltrainer Johan Schönbeck zu überzeugen. «Ich will ihm auf jeden Fall die Argumente liefern, dass ich ins Team gehöre.» Zugleich soll die Mannschaft Selbstvertrauen für die WM tanken.

 

Lauber hat schon über 30 Einsätze in der Nationalmannschaft hinter sich. Vor zwei Jahren spielte er in Malmö seine erste WM. Die Schweiz wurde Fünfte. Die Enttäuschung war gross, dass es nicht weiter reichte. Diesmal will sie zurück unter die besten vier. «Das Ziel sind die Halbfinals, danch ist alles möglich», sagt er.

Weniger Zeit, mehr Tempo

International zu spielen sei nochmals ein anderes Niveau als in der Schweizer Liga, so Lauber. «Man hat weniger Zeit, alles geht schneller.»

 

Das gelte nicht nur für die Spieler. Auch die Schiedsrichter liessen mehr laufen. Janis Lauber hofft auf attraktive Spiele und freut sich über jede Unterstützung.

Die Spiele in Biglen

Alle Partien finden in der Unihoc Arena statt.

Freitag, 16. Oktober, 19 Uhr: Schweiz gegen Slowakei.

Samstag, 17. Oktober, 17 Uhr: Tschechien gegen Slowakei.

Sonntag, 18. Oktober, 14 Uhr: Schweiz gegen Tschechien.

 

Tickets gibt es bei Ticketcorner. Die Spiele werden auch in der IFF-App übertragen.

 

Wer im Unihockey den Ton angibt

Schweden und Finnland sind aktuell die stärksten Nationen. Dahinter folgen Tschechien und Lettland. Die Schweiz liegt in der aktuellen Weltrangliste auf dem fünften Platz.


Autor:in
Rolf Blaser, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 13.10.2026
Geändert: 13.10.2026
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