Grossübung von Kantonspolizei und Militär

Der Bantiger wurde beschützt

In den letzten Tagen fand eine grossangelegte Übung statt, bei der Kantonspolizei Bern und Schweizer Armee die Zusammenarbeit im Krisenfall probten. In der Region waren sie im Einsatz, um unter anderem den Sendeturm Bantiger zu schützen.

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Grossübung auf dem Bantiger: Spezialteaams bei der Drohnenabwehr. (Foto: Schweizer Armee)

Dieser Tage ging es lebhaft zu rund um den Bantiger: Ingesamt tausend Militärangehörige und an die 180 Mitarbeitende der Kantonspolizei Bern waren an einer grossen Verbundsübung namens «Fides 26» (Vertrauen) im Einsatz, ein Teil von ihnen rund um den Sendeturm. Die Aufgabe lautete: Unter realitätsnahen Bedingungen üben, wie kritische Infrastrukturen – unter anderem der Sendeturm Bantiger – geschützt werden können und wie der Einsatz spezialisierter Einheiten funktioniert.

 

Schwachstellen sind identifiziert

Die ersten Erkenntnisse aus der Übung zeigen laut Medieninformation der Sicherheitsdirektion: Die Zusammenarbeit zwischen der Kantonspolizei Bern und der Territorialdivision 1 der Schweizer Armee hat sich bewährt, auch unter anspruchsvollen Übungsbedingungen.

Gleichzeitig hätten Schwachstellen identifiziert werden können. Genau das sei das besonders Wertvolle einer solchen Übung, kommentierte Christian Brenzikofer, Kommandant der Kantonspolizei Bern: «Eine Übung soll nicht nur bestätigen, dass wir alles richtig machen. Sie soll uns zeigen, wo wir noch besser werden können.» 

 

Realitätsnahes Szenario mit erhöhter Bedrohungslage

Das Übungsszenario lautete: Es besteht eine «länger andauernde hybride Bedrohung (Cyber, Desinformation, Terror und ähnliche) unter wachsender Kriegsgefahr in Europa», in deren Verlauf «mehrere fiktive Organisationen» verschiedene Anschläge im Kanton Bern verübten. Gemäss Szenario bestanden konkrete Hinweise, dass weitere Angriffe geplant seien, insbesondere auf kritische Infrastrukturen wie die Sendetürme Bantiger und Ulmizberg sowie die Energiezentrale Forsthaus in Bern. 

«Der Schutz kritischer Infrastrukturen ist eine gemeinsame Aufgabe», fasste Divisionär Raynald Droz, Kommandant der Territorialdivision 1 der Schweizer Armee in seinem Rückblick zusammen.

 

Samt Drohnenabwehr und Chemiewehr

In den Übungsmodulen wehrten unter anderem Drohnenspezialisten der Kantonspolizei Bern eine gegnerische Drohne ab, und Angehörige der ABC-Abwehr der Schweizer Armee untersuchten einen Lastwagen mit radioaktivem Material. Auch Helikopter waren im Einsatz: Für eine Übung mit einem «Konvoi mit sensiblen Stoffen» wurde die Sondereinheit der Kantonspolizei Bern aus der Luft durch Armeehelikopter geschützt.


Autor:in
pd/cw, claudia.weiss@bern-ost.ch
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Erstellt: 16.09.2026
Geändert: 16.09.2026
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