Mittelländisches Schwingfest 2026 in Stettlen

Der Grossanlass ist gut auf Kurs

Hunderte von Schwingern und Helfenden, Tausende von Gästen: Das Mittelländische Schwingfest 2026 in Stettlen wird eine grosse Sache. 100 Tage vor dem Anlass informierten OK-Präsident Lorenz Hess und Gemeindepräsident Christian Kaderli über den Stand der Vorbereitungsarbeiten.

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Gemeindepräsident Christian Kaderli (links) und OK-Präsident Lorenz Hess freuen sich auf das Schwingfest. (Foto: SchafferPhotography, Stettlen)

Fröhliches Plaudern im Saal der Linde Stettlen. Viele Anwesende tragen Shirt oder Jacke mit dem weissen Schwingfest-Emblem: 100 Tage vor dem Mittelländischen Schwingfest haben sich Mitglieder des Organisationskomitees und Vertreter:innen der Sponsoringfirmen informieren lassen, wie weit die Festplanung gediehen ist.   

 

Schwingklub, Musikgesellschaft und Turnverein

So ein Schwingfest ist kein Pappenstiel, das zeigten die eindrücklichen Zahlen rund um den Anlass, die OK-Präsident Lorenz Hess präsentierte (siehe Kasten). Von einem «wichtigen Eckpfeiler für die Region», sprach Hess, und freute sich über die tolle Arbeit der Trägervereine: «Der Schwingklub Worblental, die Musikgesellschaft Ferenberg und der Turnverein Stettlen stehen gemeinsam dahinter, unterstützt von der Gemeinde Stettlen und allen ehrenamtlich Tatkräftigen im und um das OK.»

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OK-Präsident Lorenz Hess präsentierte 100 Tage vor dem Fest Fakten und Zahlen. (Foto: SchafferPhotography, Stettlen)

Zwischen Tradition und Moderne

Auch Stettlens Gemeindepräsident Christian Kaderli freute sich über den Einsatz der 20 OK-Mitglieder, die alles in ihrer Freizeit leisten. Von einer Chance für die Gemeinde Stettlen sprach er, und davon, wie gut das Schwingfest zu Stettlen passt, jener Gemeinde zwischen Stadt und Land: «Zwischen Tradition und Moderne, zwischen Restaurant Linde und Bernapark, zwischen bodenständig-vertraut und professionell – der Schwingsport ist populär und verankert in der Region.»

 

Siegermuni Simba wurde schon getauft ...

Noch 100 Tage Zeit klinge nach viel, sagte Kaderli, aber: «Die Pendenzenlisten sind lang, es gibt noch viel zu tun.» Immerhin: Der Gabentempel hat sich bereits gefüllt und der stattliche Siegermuni Simba wurde schon letzten September getauft. Als Mathias Jordi, Präsident des Turnvereins Stettlen und im OK zuständig für das Ressort Bau, eine Übersicht über den Aufbau des Festgeländes und den Ablauf gab, zeigte sich, wie viel bereits gelaufen ist.

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Gemeindepräsident Christian Kaderli findet, das Schwingfest passe ideal in die Gemeinde Stettlen zwischen Stadt und Land. (Foto: SchafferPhotography, Stettlen)

...und die Schwingarena ist geplant

Das Gelände für das Schwingfest, erklärte Jordi, verteile sich rund um das Schulhaus Bleichestrasse und sei schön kompakt: «Das hat den Vorteil kurzer Laufwege, alles liegt in unmittelbarer Nähe und man gelangt überall rasch hin.» Die Schwingarena mit den fünf Sägemehlplätzen und der Tribüne wird vor dem Schwimmbad aufgebaut. Nicht ganz einfach seien die zwei Wochen Aufbau und eine Woche Abbau mit vielen grossen Maschinen, und das alles während laufendem Schulbetrieb – «aber zum Glück unterstützt uns die Gemeinde tatkräftig».

 

Von Bar bis Rettungsdienst ...

Bar-Zelt, Toiletten, Verpflegungsstände, Gabentempel und Veloparkplätze – alles sei geplant und organisiert, zählte Mathias Jordi auf, auch Sägemehl und Tribünen seien bereits bestellt. «Jetzt geht es noch an die Details.» Eine ziemliche Herausforderung stellten noch die Durchgänge für die Rettungsorganisationen dar: «Auch die Tribüne muss so gestaltet sein, dass Rettungswagen unten durchfahren können.»

... und medizinische Versorgung

Generell sind Sicherheit und Verkehrsregelung zentrale Punkte. Punkto Sicherheit sei man zum Glück im OK mit zwei Vertretern der Kantonspolizei gut versorgt, freute sich Lorenz Hess: «Die Vorschriften sind heute enorm streng.» Für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung habe sich unter anderem der ortsansässige Arzt, Raimundo Cacciatore von der Gartenpraxis, zur Verfügung gestellt, er werde jeweils auf dem Platz sein.

 

Vorteilhafter Öffentlicher Verkehr ...

Punkto Verkehr, erklärte Lorenz Hess, liege das Gelände ideal, nur gerade zehn Minuten von der RBS-Station Stettlen und fünf von der RBS-Station Deisswil entfernt. Man habe mit dem Liberoverbund ausgehandelt, dass das Fest-Ticket auch als ÖV-Billett zählt. «Nutzt das!», ruft er jetzt schon alle Besucherinnen und Besucher auf: «Das bekommt man sonst nur beim Eidgenössischen.» Zudem hat sich Christian Kaderli, Kadermitglied beim RBS, dafür eingesetzt, dass die RBS-Züge auch am Sonntagmorgen alle Viertelstunden nach Stettlen fahren.

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Mathias Jordi, Präsident des TV Stettlen, zeigte, wie das Festgelände aussehen wird. (Foto: SchafferPhotography, Stettlen)

... aber nur wenige Parkplätze

Das macht Sinn, denn so ideal die Anbindung an den ÖV ist, so wenig günstig ist die Lage punkto Parkplätze: Der Durchgangsverkehr wird an den beiden Zufahrten zum Dorf abgefangen, und die zur Verfügung stehenden Parkplätze eingangs Dorf sind verhältnismässig klein – bei erwarteten 8000 Besucherinnen und Besuchern. Allein für ein «Jahrgänger-Treffen» aus Stettlen, Bolligen und Vechigen hätten sich bereits 600 Personen angemeldet, freute sich OK-Präsident Lorenz Hess.

 

Bands aus der Region

Ein derartiger Anlass geht ans Portemonnaie. «Wir liegen gut im Budget», fasst Hess zusammen. Aber man habe sich absichtlich an Unterhaltung und Bands aus der Region gehalten, statt ein Riesenhonorar für einen Auftritt à la «Oeschs die Dritten» auszugeben: «Das Fest soll tragbar sein, sogar wenn es regnet und alle an diesem Abend zu Hause bleiben.» Dass das passiert, ist allerdings wenig wahrscheinlich: Zum einen sind die Tickets bereits 100 Tage vor dem Schwingfest fast ausverkauft. Zum anderen war die Stimmung bereits an diesem Info-Anlass viel zu angeregt. 

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Siegermuni Simba war schon im letzten September getauft worden. (Foto: SchafferPhotography, Stettlen)

Das Mittelländische Schwingfest in Zahlen

  • 200 Aktivschwinger
  • 350 – 400 Jungschwinger
  • 8000 Besuchende
  • 4200 Arenaplätze
  • 1600 Plätze im Festzelt
  • 700 Helfende

Budget: 1,3 Millionen Franken, die grossteils aus Sponsoring, Gastroeinnahmen und Tickets finanziert werden.

Tickets sind bereits fast alle verkauft. Ein Restbestand an Tickets wird am Sonntag an der Tageskasse verfügbar sein.

Helfer:innen werden noch gesucht. Viele weitere Infos auf der Webseite


Autor:in
Claudia Weiss, claudia.weiss@bern-ost.ch
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Erstellt: 29.01.2026
Geändert: 29.01.2026
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