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Rüfenacht: Der neue Dorfplatz überzeugt noch nicht

Vor neun Jahren ist die Dorfbeiz "Sonne" in Rüfenacht komplett niedergebrannt. Nun wurden die neue Bäckerei und das Coop eröffnet. Davor gibt es einen Dorfplatz, der noch nicht allen gefällt.

Der rote Kopf des Künstlers Rudolf Tschudin sorgt für Aufsehen. (Bild: Rolf Blaser)
Zurzeit sieht der neue Dorfplatz noch leer aus. (Bild: Rolf Blaser)
So soll der Dorfplatz Rüfenacht im September aussehen (Visualisierung: Ramseier und Stucki Architekten AG).
Bäckerei Reinhard hat an sieben Tag geöffnet. (Bild: Rolf Blaser)
Im künftigen Café Reinhard. Von links: Betriebsleiterin Sarah Luyten, Michelle Herzig (Leiterin Stv.) und Geschäftsführerin Priska Lehmann. (Bild: Rolf Blaser)
Das neue Coop Rüfenacht ist um ein Drittel grösser als das bisherige Coop. Rebekka Hofmann und Geschäftsführer Markus Feller. (Bild: Rolf Blaser)
Nach der Pandemie: Jeden Tag gibt's Frühstück bei Reinhards. (Bild: zvg)

"Es sieht noch ein wenig leer aus hier", sagt ein älterer Besucher. "Vor allem frage ich mich, warum man hier nicht parkieren kann." Die Parkplätze befinden sich vor dem Coop an der Hauptstrasse sowie neben dem neuen Platz. "Es sieht ein wenig unfertig aus", meint seine Begleiterin. "Ich sehe viel Teer, einen Brunnen und dann diesen roten Kopf."

 

Der neue Dorfplatz ist tatsächlich noch nicht fertig. Erst im Sommer wird der endgültige Belag verlegt. Der leere Platz vor der Bäckerei wird künftig für die Aussenbestuhlung des Cafés benutzt.

 

Rüfenacht hat wieder ein Café und eine Bäckerei

"Wir freuen uns, dass es wieder ein Café gibt in Rüfenacht", sagen zwei Frauen. "An den Platz müssen wir uns erst gewöhnen, ein bisschen grün hätte dem Platz noch gut getan." Der Herr von vorhin wird wohl kein Stammgast im Café werden: "Die Sonne war eine Beiz. Nach dem Verein gingen wir 'amigs' in die Sonne." Er müsse nun erst schauen, was das Café zu bieten habe.

 

Zwei Terrassen, Flammkuchen und Post

In der Bäckerei Reinhard, die auch das Café betreiben wird, herrscht Hochbetrieb. Als ich ein Foto von der Theke machen will, springt die Geschäftsführerin dazwischen. Sie müsse erst aufräumen, so gehe das nicht. Sie seien überrannt worden, deshalb sehe es ein wenig wild aus. "Aber wir geben Vollgas", sagt Priska Lehmann. Noch hat das Café wegen den Corona-Auflagen nicht geöffnet.

 

"Wir haben drinnen 50 Sitzplätze und draussen nochmals 50." Ein Teil der Aussensitzplätze befindet sich an der Hauptstrasse, die anderen auf dem neuen Dorfplatz. "Bei uns gibt es jeden Tag ein 'innovatives' Frühstück und kleine Speisen wie Flammkuchen." Zudem befindet sich noch die Postfiliale im Reinhard.

 

Coop um ein Drittel grösser

Auch vor dem Coop stehen die Leute an, um einkaufen zu können. Geschäftsführer Markus Feller freut sich über den Ansturm. "Maximal dürfen 39 Kund*innen im Laden sein. Wir haben extra einen Securitas engagiert, der schaut, dass nicht wild parkiert wird." Das Coop hat sämtliche Angestellte des alten Rüfenachter Coop übernommen. Zusätzlich sind noch vier neue Stellen geschaffen worden. Das neue Coop sei grösser und auch ein wenig 'luftiger' als das bisherige Coop.

 

Der rote Kopf

Den Besucher*innen fällt der rote Kopf auf, eine Plastik des Künstlers Rudolf Tschudin. Es ist ein Umriss eines Kopfes, man könne durch den Kopf durchgehen und sich Gedanken machen. "Gedanken über die schwierige Zeit, in der wir leben", erklärt Stefan Hählen vom Architekturbüro Ramseier und Stucki. Zudem kämen noch ein Mühle- und ein Schachspiel auf den Platz sowie Fitness- und Spielgeräte für Jugendliche. Dies werde aber erst nach der Sanierung der Hinterhausstrasse fertig. Am 11. September soll der neue Dorfplatz  eingeweiht werden.


Autor*in
Rolf Blaser, rolf.blaser@bern-ost.ch
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Erstellt: 05.03.2021
Geändert: 05.03.2021
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