Deutlichere Ergebnisse aus der Region
Die Region Bern-Ost hat die «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» deutlich positiver beurteilt als die Schweiz insgesamt. Während die Vorlage national mit 55,4 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt wurde, fand sie in zahlreichen Gemeinden der Region eine Mehrheit.
Besonders hoch fiel die Zustimmung in den ländlichen Gemeinden aus. Spitzenreiter war Landiswil mit 77,8 Prozent Ja-Stimmen. Ebenfalls deutlich über 70 Prozent Zustimmung erreichten Linden (77,1 Prozent), Häutligen (76,4 Prozent), Oberthal (73,0 Prozent), Arni (72,4 Prozent) und Mirchel (70,3 Prozent). Auch Bowil, Brenzikofen, Herbligen, Walkringen, Zäziwil und Oberhünigen sowie Oberdiessbach sagten klar Ja zur Vorlage.
Anders präsentierte sich das Bild in den grösseren Gemeinden der Region. In Bolligen lehnten 68,1 Prozent die Initiative ab. Auch Münsingen (63,6 Prozent Nein), Stettlen (63,8 Prozent Nein), Rubigen (62,9 Prozent Nein), Worb (58,7 Prozent Nein) und Vechigen (57,9 Prozent Nein) verwarfen die Vorlage deutlich.
Schweizweit wurde die Nachhaltigkeitsinitiative mit 55,4 Prozent Nein- zu 44,6 Prozent Ja-Stimmen verworfen. Zudem scheiterte sie auch am Ständemehr: 13 Kantone lehnten die Vorlage ab, während 10 Kantone zustimmten. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 60 Prozent. Damit fiel die Zustimmung in vielen Gemeinden der Region Bern-Ost deutlich höher aus als im schweizerischen Durchschnitt.
Deutlichere Entscheidung in der Region
Zur Änderung des Zivildienstgesetzes zeigte sich in der Region Bern-Ost ein anderes Bild. Die Vorlage wurde schweizweit mit 50,2 Prozent Ja-Stimmen knapp angenommen und erhielt auch in den meisten Gemeinden der Region Zustimmung. Die deutlichsten Ja-Anteile verzeichneten Häutligen mit 67,4 Prozent und Arni mit 65,3 Prozent. Am stärksten fiel die Ablehnung in Münsingen mit 52,3 Prozent Nein-Stimmen sowie in Rubigen mit 51,6 Prozent Nein-Stimmen aus. Insgesamt lag die Zustimmung in den Gemeinden der Region mit 57,3 Prozent deutlich über dem nationalen Ergebnis.