Ein Verkaufspavillon ist besser als kein Dorfladen
Das Ladenprojekt in Walkringen ist weiterhin gut unterwegs. Weil das Wunschlokal beim Bahnhof nicht verfügbar ist, schien das Projekt zu stocken. Jetzt aber konnte die Interessengemeinschaft Dorflädeli einen Verkaufspavillon kaufen, der als Zwischenlösung dient.
Das Projekt «Dorfladen» in Walkringen nimmt Fahrt auf. Nachdem diesen März über 120 Personen im Sternensaal zusammenkamen, um sich informieren zu lassen und selbst Ideen einzubringen, nimmt eine Zwischenlösung Form an: «Da das Wunschlokal am Bahnhof in nächster Zeit nicht bezogen werden kann, drängte sich eine Zwischenlösung auf», erklärt Stefan Röthlisberger von der Interessensgemeinschaft (IG) Dorflädeli.
Nicht allzu lange warten
Nach dem riesigen Zulauf an der Informationsveranstaltung war der IG klar: Die Bevölkerung mag nicht mehr jahrelang auf ihren Genossenschaftsladen warten. «An der Umfrage meldeten sich viele Interessentinnen und Interessenten, die sich entweder als Genossenschafter beteiligen oder sich sonst in irgendeiner Art engagieren wollten», erklärt Kathrin Schneider von der IG.
Dennoch schien der Gruppe das Risiko zu gross, einfach an einem nicht ganz optimalen Standort einen Laden zu gründen. Rund um einen Dorfladen stellen sich erstaunlich viele Fragen und sind zahlreiche Abklärungen nötig: Wo ist der ideale Standort? Was soll der Laden bieten – nur Lebensmittel, oder auch Windeln, Zahnpasta und Taschentücher? Und wer soll ihn betreuen – soll er bedient werden oder in Selbstbedienung laufen?
Provisorischer Occasions-Verkaufspavillon
Unzählige Fragen, die es zu beantworten gilt und für die Lösungen gefunden werden müssen. Bis die wichtigsten geklärt sind, braucht es noch einen Moment Zeit. Vor allem aber ein ebenso geeignetes Lokal wie das zurzeit nicht verfügbare beim Bahnhof. Eine Erleichterung also für die IG, als sich die Gelegenheit für eine Übergangslösung bot: Sie konnte im Kanton Luzern einen Occasions-Verkaufspavillon erwerben.
Entsprechend gross war die Freude, allen voran bei Stefan Röthlisberger, als der Pavillon am 10. Juli von Meggen nach Walkringen transportiert werden konnte: Wenn auch nur als Übergangslösung, aber damit ist ein wichtiger erster Schritt für den Dorfladen Walkringen getan.
Wieder ein Dorfladen für Walkringen
Vor anderthalb Jahren schlossen sich Ursula Röthlisberger, Stefan Röthlisberger, Simon Gerber, Kathrin Schneider, Karen Wiedmer und Gemeinderätin Ramona Wegmüller zur Interessensgemeindschaft (IG) Dorflädeli zusammen. Mit viel Einsatz hat die Gruppe ein Konzept für einen «freundlichen Dorfladen» erarbeitet: Der Laden soll lokale Produkte anbieten und von der lokalen Bevölkerung getragen werden.