Eine Erfolgsgeschichte, die weitergeht
Seit 25 Jahren sorgt ZAK in Konolfingen dafür, dass Pensionierte nicht zuhause vereinsamen, sondern gemeinsam unterwegs sind, singen, spielen und wandern. Zum Jubiläum spricht Präsidentin Ruth Meinen-Scholl über Anfänge, Wachstum und den Kern des Vereins: ein offenes Angebot für alle ab 65.
In Konolfingen gibt es den Verein ZAK. ZAK steht für Zäme Aktiv Konolfingen und feiert diese Woche sein 25-jähriges Bestehen. Wir haben mit Ruth Meinen-Scholl (68), der ZAK-Präsidentin, über ZAK gesprochen.
BERN-OST: Ruth Meinen-Scholl, wann wurden Sie das erste Mal auf ZAK aufmerksam?
Ruth Meinen-Scholl: Das war vor Jahren als die ersten ZAK-Bulletins aufgelegt wurden. Ich arbeitete damals in der Praxis meines Mannes, wo diese Bulletins auflagen. Ich fand das gut, dass etwas für die Senioren gemacht wird.
Heute sind Sie ZAK-Präsidentin, wie kam es dazu?
Mein Mann wurde pensioniert und wir erhielten das ZAK-Bulletin nach Hause geschickt. Ich habe damals noch gearbeitet und hatte das Gefühl, ich sei noch zu jung zum Mitmachen, was ich übrigens von vielen frisch Pensionierten höre. Aber es hatte immer die eine oder andere Veranstaltung, die mich interessierte. Ab und zu besuchte ich den Stamm, das war das Erste, was ich gemacht habe. Danach fragte mich mein Vorgänger im Präsidium, Res Flückiger, ob ich das Präsidium übernehmen möchte. Ich schaute ihm ein Jahr über die Schulter und bin nun ZAK-Präsidentin.
Sie sagten, dass Sie sich anfangs zu jung fühlten. An wen richtet sich ZAK?
Unser Angebot richtet sich an alle Senioren ab dem Pensionsalter, nach oben gibt es keine Altersgrenze. Allen über 65-Jährigen in Konolfingen, Freimettigen, Niederhünigen und Häutligen wird das ZAK-Bulletin mit den Ausschreibungen der einzelnen Aktivitäten per Post zugeschickt. Auf unserer Homepage «zaeme-aktiv.org» kann man sich über alle unsere Veranstaltungen orientieren.
ZAK organisiert Spielnachmittage, gemeinsames Singen, Treffen, um sich kennenzulernen sowie Wanderungen. Welche Anlässe sind am beliebtesten?
Sämtliche Angebote werden mit leicht steigender Tendenz besucht. Wandern ist sehr gefragt, vor allem auch, weil man das altersgemäss angepasst hat. Seit einem Jahr bieten wir zwei Wanderungen im Monat an, eine längere und eine kürzere. Ziel ist, dass diejenigen, die nicht mehr so gut zu Fuss sind, an einer kurzen Wanderung teilnehmen können. Da sind im Schnitt immer zwischen 25 und 35 Leute dabei. Auch unsere Stämme – Seniorinnen und Senioren berichten aus ihrem Leben oder bringen uns ihr Hobby näher – stossen auf grosses Interesse.
Was läuft an einem Spielnachmittag?
Den organisieren wir im Frühling und im Herbst. Es gibt ein paar Gruppen, die fix kommen, um zu jassen. Andere Spielfreudige kommen, um zu spielen, sei es Rummikub oder Hornochse. Die Spielleiterinnen bieten immer verschiedene neue Spiele an.
ZAK organisiert jedes Jahr 600 Veranstaltungen, das tönt nach einem Mammutprogramm. Wie viele Freiwillige arbeiten im Hintergrund?
Diese Zahl bezieht sich auf unserer Helfereinsätze. Für das Ressort «Senioren helfen Senioren» hat Susi Blaser 41 Helferinnen und Helfer, die diese übernehmen. Für die Ressorts Singen, Spielen, Wandern und Stamm ist jeweils eine Person zuständig. Peter Knecht betreut das Singen, Susanne Brechtbühl den Stamm, Res Brechtbühl organisiert das Wandern und Susi Glauser die Spielnachmittage. Diese Ressortzuständigen organisieren über das Jahr ungefähr 60 Anlässe.
Am 12. Februar feiert ZAK sein 25-Jahr-Jubiläum, was ist geplant?
Zum Jubiläum präsentiert Ronny Müller eine Bildershow. Er ist ein reisebegeisterter Senior und hat schon mehrmals beim Stamm einen Nachmittag gestaltet. Eingeladen sind die Behörden, alle die uns unterstützen, Gemeinden, Pro Senectute, der Frauenverein und natürlich alle Seniorinnen und Senioren.
Wir gratulieren zum Jubiläum!
Merci, es ist wirklich toll, dass so viele Senioren an unseren Angeboten interessiert sind. Im letzten Jahr vermittelte «Seniorinnen helfen SeniorInnen» über 500 Einsätze und die Angebote der verschiedenen Ressorts wurden von mehr als 1300 Personen besucht. Die Angebote kosten eigentlich nichts, man kann aber etwas spenden. Unser Ziel war stets, ein niederschwelliges Angebot anzubieten, bei dem man teilnehmen kann, ohne Anmeldung und ohne dass man Mitglied sein muss.
ZAK (Zäme Aktiv Konolfingen) ist aus dem Angebot «Senioren helfen Senioren» entstanden. Ein Angebot für Stadt und Agglomeration, das vor 30 Jahren aufkam. Die Gemeinde Konolfingen liess darauf ein Altersleitbild erarbeiten. Man kam zum Schluss, dass nur ein Hilfsangebot von Senioren für Senioren nicht reichen würde. Deshalb erweiterte man das Angebot mit regelmässigen Veranstaltungen, ZAK war geboren und feiert jetzt sein 25. Jubiläum.