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Eishockey MySports League - Endstation Halbfinal für Wiki

Mit dem Kopf in der Schlinge schaffte Wiki das Comeback nach einem 0:3-Rückstand gegen Dübendorf. Nachdem im letzten Drittel auf 4:4 ausgeglichen werden konnte, drückte Wiki weiter, bis hinein in die Verlängerung. Erst das Penaltyschiessen konnte die Entscheidung herbeiführen. Die ersten beiden Wiki-Schützen trafen, Dübendorf drehte jedoch das Penaltyschiessen und gewann somit die Halbfinalserie. Damit ist für Wiki die Saison beendet, während Dübendorf im Final der MySports League auf Brandis trifft.

Allemann (links) und Baumgartner belagern das Dübendorfer Tor. (Bild: Doris Marolf).

In Spiel 3 letzten Freitag kassierte Wiki 40 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer und Dübendorf konnte in der Best-of 5 Serie mit 2:1 vorlegen. In jedem bisherigen Duell war die Spannung kaum zu überbieten und die Entscheidung fiel erst in den letzten Minuten, in dieser Partie wurde das noch überboten.

 

Dübendorf startete etwas spritziger in dieses Spiel und ging in der 5. Minute bereits in Führung. Barts lancierte den herunterstechenden Verteidiger Roth, der den Pass irgendwie verwerten konnte. Wiki kam noch nicht richtig ins Spiel und Dübendorf hatte in den ersten 20 Minuten die besseren Chancen.

 

In der Pause schienen die Aaretaler etwas wacher geworden zu sein. Sie kamen etwas aggressiver zurück, aber die Tore schossen erneut die Zürcher. Zuerst lenkte ein Verteidiger von Wiki einen harmlos scheinenden Schuss unglücklich ab und zwei Minuten danach wurde derselbe Spieler von Dübendorf vor dem Tor angespielt und es stand schon 0:3. Wiki-Coach Gerber sah sich gezwungen, sein Time-out zu nehmen. Die Botschaft schien bei den Spielern angekommen zu sein. Kurz danach konnte der aufgerückte Mike Marolf einen Abpraller verwerten und nur 13 Sekunden später konnte Joel Gerber eine harte Hereingabe von Lüdi ins hohe Eck ablenken. So stand es nach 26 Minuten nur noch 2:3 und die Spannung war zurück in dieser Partie. In einem der folgenden Powerplays konnte der Doppeltorschütze Frei auf Seiten der Zürcher einen Hattrick erzielen. Er hatte wiederum viel Platz in der Zone von Wiki und konnte nach einigen gezogenen Kreisen die Scheibe via Pfosten einschiessen und damit zur 4:2-Führung ausbauen. Wiki kam danach etwas stärker auf und konnte sich einige Male vor dem Tor des Dübendorfer Schlussmanns in Szene setzen. Zählbares schaute vorerst nichts heraus.

 

Die Devise fürs letzte Drittel war klar für Wiki: zwei Tore aufholen oder sonst die Ferien buchen. Obwohl auch Wiki-Spieler gerne verreisen, war es aus ihrer Sicht wohl doch noch zu früh dafür. Begünstigt durch die Strafen der Zürcher erspielten sich die Aaretaler Chance um Chance. In einem Powerplay bediente Baumgartner im Slot Allemann, der zum 3:4-Anschlusstreffer verwerten konnte. In der 53. Minute durfte Wiki ein weiteres Mal in Überzahl agieren. Nach dem gewonnen Bully zog Bruni von der blauen Linie ab und der Schuss fand den Weg ins Tor zum vielumjubelten Ausgleichstreffer. Es war nun eine Stimmung in der Halle, die definitiv playoffwürdig war. Die Zuschauer peitschten die Akteure auf dem Feld weiter lauthals an. Wiki konnte den Druck aufrechterhalten und es fehlte einige Male nicht viel, um den Siegestreffer zu erzielen. Dübendorf war aber nicht untergetaucht, es erweckte einfach den Anschein, nicht mehr die gleiche Kampfkraft wie die Aaretaler aufbringen zu können. Tore fielen aber keine mehr und somit musste die maximal 20 Minuten dauernde Verlängerung die Entscheidung bringen.

 

Die Overtime begann mit einer Fortsetzung des kämpferischen Wiki-Hockeys. Cyril Kormann und Bruni fanden sich jeweils alleine vor dem Dübendorf Schlussmann wieder, brachten die Scheibe aber nicht im Kasten unter. Mit Strafen nahmen sie sich jedoch selbst wieder aus dem Spiel und Dübendorf hatte auch Chancen auf den Siegestreffer. Die Geduld von allen Anwesenden war jedoch gefragt, denn auch die Verlängerung konnte keinen Sieger dieser Partie bestimmen. So musste das Penaltyschiessen endgültig die Entscheidung herbeiführen.

 

Die ersten beiden Schützen von Wiki waren erfolgreich. Dübendorf konnte jedoch nachlegen und als der 5. Schütze von Wiki nicht reüssierte, konnte Röthlisberger seine Farben in den Final schiessen. Mit seinen Hocheckschuss via Pfosten besiegelte er das Ausscheiden von Wiki und bescherte damit seinem Team den Finaleinzug.

 

Trotz enormen Aufwand ging diese Partie verloren. Einerseits kostete das Zurückkommen nach der 0:3-Hypothek wohl viel Energie und andererseits fehlte das Glück oder die letzte Überzeugung im Abschluss. Zudem darf gesagt werden, dass Dübendorf ein sehr komplettes Team inklusive Torhüter aufweist und somit kein unwürdiger Sieger dieser Partie und Serie ist.

 

EHC Wiki-Münsingen - EHC Dübendorf 4:5 (0:1, 2:3, 2:0, 0:0, 0:1) n. Pen.

Sportzentrum Sagibach, Wichtrach - 829 Zuschauer. SR: Fausel; Bachelut/Baumgartner.

Tore: 5. Roth (Barts, Ustsimenka) 0:1, 23. Frei (Seiler, Widmer) 0:2, 25. Frei (Widmer) 0:3, 26. M. Marolf (Waber, Baumgartner) 1:3, 26. J. Gerber (Lüdi, Pianta) 2:3, 30. Frei (Ustsimenka, Breiter) 2:4 (PP), 47. Allemann (Baumgartner, Studer) 3:4 (PP), 53. Bruni (Baumgartner, Allemann) 4:4 (PP).

Penaltyschiessen: C. Kormann 1:0, Schumann - , Bruni 2:0, Bührer 2:1, Wenger - , Frei - , Baumgartner - , Falett 2:2, Studer - , Röthlisberger 2:3.

Strafen: 10-mal 2 Minuten gegen Wiki, 9-mal 2 Minuten gegen Dübendorf.

EHC Dübendorf: Trüb (Meier), Hurter, Roth, Hebeisen, Breiter, Röthlisberger, Stettler, Alena, Piai; Widmer, Seiler, Frei; Bührer, Falett, Schumann; Beeler, Barts, Ustsimenka; Kreis, Theodoridis, Suter.

EHC Wiki-Münsingen: Lenze (Vock), Dällenbach, N. Kormann, Bruni, S. Gerber, M. Marolf, Pianta, Marti; C. Kormann, Wenger, Baltisberger; Studer, Baumgartner, Waber; Joch, Lüdi, Allemann; J. Gerber, Steiner.

Bemekungen: Wiki ohne K. Marolf, Loretan, Reber und P. Marolf (verletzt).


Autor
Lars Lenze, EHC Wiki-Münsingen
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Erstellt: 13.03.2018
Geändert: 13.03.2018
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