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Worb - Auch Gewerbeverein fordert ausgeglichenes Budget

Vor wenigen Wochen ergriffen die FDP und die SVP Worb das Referendum gegen das Gemeindebudget 2021. Nun äussert sich auch der Vorstand des Worber Gewerbevereins kritisch dazu.

Vorerst ohne Budget 2021: In Worb gibt es Widerstand. (Bild: Archiv BERN-OST)

In seiner Stellungnahme vergleicht der Gewerbeverein "Worber Gwärb" Unternehmen und Gemeinden. Eine Gemeinde müsse keinen Gewinn erwirtschaften und könne die Einnahmenseite nur wenig beeinflussen. "Aber sie muss den Steuerzahlenden einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren", so die Gewerbevertreter. Die Gemeinde müsse das Ergebnis primär über die Kostenseite beeinflussen. Wenn sich die Minderheit mit dem Resultat nicht zufriedengebe, so stünden demokratische Instrumente wie das Referendum zur Lenkung zur Verfügung.

 

Worber Gwärb vermisst Fingerspitzengefühl

"Der Vorstand des Worber Gwärb ist etwas irritiert über die Höhe des negativen Budgets wie auch die gesprochene Lohnerhöhung", heisst es in der Mitteilung. In der aktuellen Situation, in der das Gewerbe ums nackte Überleben kämpfe, sei eine solche Lohnerhöhung ein im Volk wenig verständliches Zeichen. "Wo war hier das Fingerspitzengefühl?"

 

Der Vorstand von Worber Gwärb mache sich Sorgen, wenn der Steuerfuss der Gemeinde Worb mittelfristig und über eine längere Zeit stark nach oben angepasst werden müsse. "Wir vom Worber Gwärb erwarten uns positive Signale über die Gemeinde Worb. Dies bringt uns neue Einwohner, welche notabene auch das Gewerbe und die Steuereinnahmen positiv beleben", heisst es.

 

Notstopp gefordert

Und weiter: "Der Vorstand vom Worber Gwärb, fordert alle am Prozess beteiligten Institutionen wie Gemeinderat, Parlament, Verwaltung und die politischen Parteien auf, die nötigen Massnahmen zum Erlangen eines ausgeglichenen Budgets sofort zu ergreifen." Die Erfahrung zeige, dass in solchen Situationen das Ruder rasch herumgerissen werden müsse. "Es darf nicht einfach auf besseren Wind im Herbst zugewartet werden."

 

Der Vorstand fordere alle Beteiligten auf, sich so zu verhalten, dass alle Parteien an Bord blieben und niemand das angeschlagene Schiff verlasse. "Ein Notstopp ist nicht einfach schlecht. Das Gute daran ist, dass alle (hoffentlich) merken, dass die Finanzen nicht auf Kurs sind", so die Gewerbevertreter. Nur so komme Worb wieder zu ausgeglichenen Budgets und zukunftsfähigen Finanzplänen.


Autor*in
pd/ib, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 11.01.2021
Geändert: 11.01.2021
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