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Fussball Helvetia Schweizer-Cup Qualifikation: Der FC Münsingen scheitert unglücklich an der AC Bellinzona im Elfmeterschiessen

Torszenen gab es im ganzen Spiel fast keine zu sehen. Die ACB-Angreifer taten sich sehr schwer gegen die taktisch gut ausgerichteten Aaretaler. Nach rund einer Stunde gelang den Gastgebern die sehr umstrittene Führung. Mit der Wut im Bauch konnte Murina wenige Sekunden später wieder ausgleichen. Gasser verpasste es in der 91. Minute, das entscheidende Tor zu erzielen.So ging es in die Verlängerung und später ins Elfmeterschiessen, wo sich der FCM unglücklich geschlagen geben musste.

Das Spiel war für Schenkel ein sehr spezielles. Er spielte von 2011- 2013 für die AC Bellinzona. Anschliessend verschwanden die Tessiner in Folge Konkurs aus dem Profifussball. Seit der Saison 2016/2017 sind sie zurück in der Ersten Liga.

Die Tessiner gingen als Gruppenführer der Erstliga Gruppe 3 als Favorit in die Partie. Im strömenden Regen griffen sie von der ersten Minute das Aaretaler Gehäuse an. Torhüter Karrer musste bereits nach wenigen Sekunden von seinem guten Augenmass Gebrauch machen. Er liess einen gefährlichen Kopfball auf die Lattenoberkannte klatschen. Diese Szene war der frühe Weckruf für den FC Münsingen.

Beide Mannschaften tasteten sich in der Anfangsphase gegenseitig ab, ohne wirklich gefährlich zu werden. Erst nach rund einer halben Stunde gelang es den Tessinern sich erfolgreich durch die Abwehr des FCM zu kombinieren. Der gefährliche Abschluss wurde allerdings erfolgreich zum Eckball abgelenkt. Dies war bereits die letzte Tor Szene in der ersten Halbzeit. Den Gastgebern gelang es nur zweimal sich gefährlich vor dem FCM Gehäuse zu präsentieren. Die Münsinger wurden von Trainer Feuz optimal auf dieses Spiel eingestellt, sie überzeugten mit einer taktisch geschlossenen Mannschaftsleistung. Mit dem 0:0 ging es in die Pause.

 

Zur 2. Halbzeit gab es auf beiden Seiten keine Wechsel, wie auch keine Änderung an der Spieltaktik.

Die Tessiner rannten an und scheiterten allesamt an der ausgezeichnet eingestellten Abwehr der Aaretaler.

Nach etwas mehr als einer Stunde wurde ein Tessiner mit einem langen Ball in die gegnerische Platzhälfte geschickt, Schenkel war aber einen Schritt schneller und kontrollierte eigentlich die Situation. Mit unerlaubten Mitteln setzte sich der ACB-Angreifer gegen Schenkel durch und zog alleine auf Karrer los. Der Stürmer liess sich natürlich nicht zweimal bitten und schob souverän zur Führung ein. Der Schiedsrichter bewertete diese Szene unverständlicherweise nicht als Foulspiel. Diese Aktion sorgte für Fassungslosigkeit und Empörung auf Seiten der FCM Spieler und den mitgereisten Münsinger Zuschauer.

Mit der Wut im Bauch spielten die Gäste weiter. Wenige Sekunden später eroberte sich Murina in der Tessiner Platzhälfte den Ball, umspielte drei Bellinzona Verteidiger, so dass er plötzlich alleine vor dem Bellinzona Torhüter stand. Murina liess sich die erste Torchance auf Seiten des FC Münsingen im Spiel nicht entgehen und schoss in die linke obere Tor Ecke ein. Was für eine hervorragende Ballbehandlung von Murina zum schnellen Ausgleichstreffer.

Der sofortige Ausgleich war für die Gastgeber ein kleiner Schock.

Gasser hatte wenige Zeigerumdrehungen später mit einem Kopfball die Gelegenheit die Aaretaler sogar in Führung zu köpfen. Er verpasste jedoch um einige Meter.

 

Die letzten zwanzig Minuten waren von Gehässigkeiten und Abspielfehlern geprägt. Beide Teams nahmen nicht mehr das volle Risiko und stellten sich bereits auf die bevorstehende Verlängerung ein.

In der angebrochenen Nachspielzeit dachten sich die FCM Spieler jetzt oder nie und griffen noch einmal über die rechte Seite an. M. Dreier flankte auf Gasser in den Strafraum, der nahm den Ball gekonnt hinunter, umspielte den Gegenspieler und stand alleine vor dem gegnerischen Torhüter. Leider scheiterte er am hervorragend reagierenden Gäste-Torhüter. So ging es nach 93 gespielten Minuten in die Verlängerung.

 

Beide Mannschaften starteten wie in der offiziellen Spielzeit verhalten in die Verlängerung, beide Teams wollten nicht zu viel riskieren. Nach 100 gespielten Minuten hielten die Münsingen Anhänger den Atem an, ein ACB-Angreifer traf aus rund 20. Meter nur der Pfosten. Ein paar Sekunden später stand ein Tessiner nach einer präzisen Flanke im Strafraum völlig frei. Torhüter Karrer stand beim Abschluss zum Glück genau richtig, so das er den Ball unter sich begraben konnte.

Kurz vor der Pause der Verlängerung kam Christen, von den Tessinern „Mister Schweiz“ genannt, in die Partie. Der „Mister Schweiz“ sorgte wenige Minuten später mit einem herrlichen Aussenrist-Schuss seitlich von rechts aus ca. 18 Meter noch für Aufsehen. Leider ging dieser Torschuss um wenige Meter am Tor vorbei.Das wäre das Tor des Jahres gewesen. So ging es schliesslich ins Elfmeterschiessen.

Im Penaltyschiessen lag das Glück leider nicht auf Seiten des FC Münsingen. Sie unterlagen mit zwei Fehlschüssen 5:4.

 

Der FC Münsingen hielt in der ganzen Partie mit dem Favoriten aus dem Tessin sehr gut mit. Leider reichte es am Schluss nicht ganz um in die Helvetia Schweizer-Cup Hauptrunde einzuziehen.

So verpassen die Aaretaler das erste Mal seit 6(!) Jahren und den Spielen gegen den FC Basel (2 Spiele), FC Wil, FC Schaffhausen, FC Sion und dem BSC Young Boys den Einzug in die Helvetia Schweizer-Cup Hauptrunde.

 

Jetzt gilt es sich gut zu erholen, denn am Mittwoch geht es bereits in der Meisterschaft gegen den FC Black Stars weiter.

 

Nächstes Spiel:

Mittwoch, 21. März 20.30 Buschweilerhof Basel

FC Black Stars – FC Münsingen

 

Telegramm:

AC Bellinzona – FC Münsingen (0:0) 1:1

Die AC Bellinzona gewinnt 5:4 nach Elfmeterschiessen

 

Zuschauer: 550

 

Tore:

1:0 64. Minute 1:0

1:1 66. Minute 1:1 Murina

 

Elfmeterschiessen:

1:2 Hubacher

2:2

2:3 Lavorato

3:3

4:3

4:4 Schenkel

5:4

 

Der FC Münsingen spielte in folgender Formation:

Karrer, Thalmann, Schenkel, T. Dreier, Rothen, Strahm (105. Christen), Murina, Mumenthaler (83. Hubacher), Erzinger (67. Lavorato), M. Dreier, Gasser

 

Bemerkungen:

Selmani verletzt

(52.) T. Dreier auf Seiten des FC Münsingen verwarnt.


Autor
Pascal Nobs, FC Münsingen
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Erstellt: 18.03.2018
Geändert: 19.03.2018
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