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Fussball Promotion League - Münsingen erkämpft sich zu Hause gegen das zweitplatzierte Yverdon einen Punkt

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr, sie vergaben in der Start-Viertelstunde die Führung nur knapp. Je länger die Partie dauerte umso besser fanden die Rot-Schwarzen in die Partie und erspielten sich ihrerseits Torchancen. In der 2. Halbzeit erhöhten die Gäste noch einmal den Druck. Sie verzweifelten aber das eine und andere Mal an der kompakt stehenden FCM-Defensive. So blieb es beim torlosen 0:0.

Erzinger & M. Dreier in einem der hart geführten Zweikämpfe. (Bild: Heidi Rolli, Fotografin FC Münsingen)

Bei sehr ungemütlichen Verhältnissen starteten die Gäste so stürmisch wie der heutige Frühjahr-Sturm „Eberhard“ in die Partie. Sie kamen bereits nach wenigen Sekunden zum ersten gefährlichen Torabschluss.

Die Waadtländer versuchten mit mehreren schnellen Ballstaffeten sich Torchancen heraus zu spielen. Der FCM stand in der ersten Viertelstunde unter stetigem Druck, so dass sie sich nur selten aus der eigenen Platzhälfte befreien konnten. Danach fanden die Einheimischen immer besser in die Partie. Lavorato brachte nach 20 Minuten einen Eckball von der linken Seite auf den hinteren Torpfosten, wo sich M. Dreier im Kopfballduell gegen seinen Gegenspieler durchsetzte. Er flankte das Leder in die Mitte zu Gasser, der stand allerdings mit dem Rücken zum Gehäuse. Er versuchte sich um seine eigene Achse zu drehen, kam aber durch ein stossen des Gegners zu Fall, so dass er mit den Händen auf dem Spielgerät landete. Der Schiedsrichter pfiff ein Handspiel und nicht ein Elfmeter. Es war eine sehr strittige Szene, in der man gut und gerne auch einen Elfmeter hätte pfeifen können. Leider war der Unparteiische anderer Meinung.

 

Es entwickelte sich ein fahriges Spiel mit vielen Fehlpässen und hart geführten Zweikämpfen.

 

Zehn Minuten vor der Pause konnte wiederum Lavorato einen Eckball in die Mitte treten. Ein Gäste-Spieler klärte den Ball, jedoch nur bis auf die Höhe des Elfmeterpunkts, Hischier stand goldrichtig und zog ohne zu zögern direkt ab. Sein Direktschuss traf er leider nicht wunschgemäss, so das der Ball Murina praktisch auf dem Kopf landete, der war so überrascht, dass er das Leder aus aussichtsreicher Position über das Gehäuse köpfte.

 

Die Yverdon-Offensive verzweifelte das ein und andere Mal an der kompakt stehenden FCM-Defensive. Sie wurden nur durch Distanzschüsse und stehende Bälle so richtig gefährlich.

 

Die beiden Mannschaften gingen mit dem 0:0 in die Halbzeitspause.

 

Nach Wiederbeginn kamen die Gäste wiederum stürmisch aus der Kabine, sie drückten nun noch vehementer auf den Führungstreffer. Der FCM hielt mit viel Kampf und Leidenschaft dagegen und versuchte mit den seltenen Gegenstössen den Lucky-Punch zu erzielen. Christen hatte nach rund einer Stunde eine solche Gelegenheit seine Farben in Führung zu schiessen. Er wurde von Lavorato in die rechte Seite des Strafraums lanciert, Christen kam relativ frei zum Abschluss, brachte aber aus spitzem Winkel nicht den gewünschte Druck hinter den Ball, so dass der gegnerische Torhüter keine Mühe bekundete, das Spielgerät abzuwehren.

 

Ein paar Zeigerumdrehungen später setzte sich ein Yverdon-Stürmer auf der rechten Seite gegen drei FCM-Spieler durch, flankte in die Sechzehner-Mitte, zu dem völlig freistehenden, ehemaligen Super League Stürmer Ciarrocchi. Glücklicherweise konnte Karrer, indem er aus dem Gehäuse sprintete, ihn am wunschgemässen Abschluss hindern, so dass der Gäste-Stürmer die 100% Torchance ungenützt liess. Je länger die Partie dauerte, umso höher wurde der Druck auf die FCM-Defensive. Die Zuschauer schauten immer verzweifelter auf die noch verbliebene Spielzeit und wünschten sich sehnlichst den Schlusspfiff herbei. Jedoch stand noch die fünfminütige Nachspielzeit bevor, die es wie so oft mit FCM-Beteiligung in Sich hatte. Karrer stand einmal mehr im Mittelpunkt des Geschehens. Ein Gäste-Stürmer konnte sich über die linke Angriffsseite durchsetzten und in den Strafraum ziehen, sein Schuss parierte Karrer, der Prellball flog allerdings genau vor die Füsse eines weiteren Yverdon-Spielers, der hatte praktisch das leere Tor vor sich, blieb jedoch am reaktionsschnellen Karrer hängen.

 

In der 93. Minute schalteten die Rot-Schwarzen blitzschnell um. Das Spielgerät gelang über wenige Ballkombinationen zu Erzinger, der lancierte Gasser in die Tiefe, der Topskorer des FC Münsingen konnte links-seitlich auf den Yverdon-Torhüter losziehen scheiterte aber am ebenfalls stark reagierenden Schlussmann. Auch dies war noch nicht der Schlusspunkt der Partie, Gasser wurde noch einmal mit einem Steilpass in die Tiefe lanciert. Der hinterste Verteidiger der Gäste zog aus höchster Not die „Notbremse“ und flog Sekunden vor Schluss mit der direkten roten Karte vom Platz. Dies war nun endgültig die letzte Aktion einer sehr zweikampfbetonten Partie. In der der Schiedsrichter nicht weniger als neun (!) Mal die gelbe Karte zückte.

 

Der FC Münsingen erkämpfte sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen sehr wichtigen Punkt.

 

Weiter geht es nächsten Samstag mit dem Berner-Derby auf dem Spitalacker gegen den FC Breitenrain. An dieser Stelle noch der Hinweis an die FCM-Fans, den FC Münsingen-Mitglieder-Ausweis unbedingt an das Berner-Derby mitzubringen.

 

Nächstes Spiel:

Samstag, 16. März 2019 16.00 Spitalacker

FC Breitenrain – FC Münsingen

 

Telegramm:

FC Münsingen – FC Yverdon-Sports 0:0

 

Zuschauer: 200

 

Der FC Münsingen spielte in folgender Formation:

Karrer, Garcia (11. Rothen), T. Dreier, Hischier, Selmani, Christen (68, Siegfried), Murina (87. Gafner), Collard, Lavorato (79. Erzinger), M. Dreier, Gasser

 

Bemerkungen:

Mumenthaler verletzt.

(18.) Murina, (27.) Selmani, (56.) M. Dreier, (62.) Collard und (75.) T. Dreier auf Seiten des FC Münsingen verwarnt.


Autor
Pascal Nobs, FC Münsingen
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Erstellt: 10.03.2019
Geändert: 15.03.2019
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