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Worb - Viel Lob für den Gemeinderat

Der Grosse Gemeinderat (GGR) von Worb hat den Verwaltungsbericht und die Rechnung 2019 einstimmig genehmigt. Kritik gab es am andauernden Investitionsstau.

Den Worber Finanzen geht es gut - auch weil zu wenig investiert wird. (Bild: ARchiv BERN-OST)

Für den Gemeinderat und die Verwaltung von Worb gab es viel Lob vom GGR am Montagabend. Sowohl die Aufsichtskommission als auch die Fraktionen waren mit der Ausführung des Verwaltungsberichts und der Rechnung 2019  zufrieden.

 

"Besser als früher"

Insbesondere zum Verwaltungsbericht wurde mehrfach bemerkt, dass er gegenüber früheren Jahren übersichtlich und informativ sei. Der Bericht listet unter anderem die Entscheide von Gemeinderat und GGR auf und bewertet, ob und wie sie umgesetzt wurden. Ausserdem bietet er detail- und zahlenreich einen Überblick über die Gemeinde und die geleistete Arbeit in der Verwaltung und im Gemeinderat.

 

Der einzige Änderungsantrag kam von der Fraktion SP plus Grüne und betraf das Postulat "Mehr Wohnraum für junge Familien und ältere Menschen!". Der Gemeinderat betrachtet es durch die Ortsplanungrevision als erfüllt und beantragte mit dem Bericht die Abschreibung. Dagegen protestierten SP plus Grüne. Ihr Antrag, das Postulat nicht abzuschreiben wurde mit 18 zu 16 Stimmen abgelehnt. Der unveränderte  Verwaltungsbericht wurde einstimmig genehmigt.

 

Bei den Investitionen harzt es

Einstimmig genehmigt wurde vom GGR auch die Rechnung 2019, die mit einem Plus von fast 1,6 Millionen abschliesst (BERN-OST berichtete). Kritik gab es vor allem am anhaltenden Investitionsstau in der Gemeinde. Wie auch in den Jahren zuvor wurden nicht alle budgetierten Investitionen ausgeführt. So verschob sich etwa der Bau eines neuen Kindergartens in Rüfenacht. Die Fraktion GLP/BDP verlangt in einer Einfachen Anfrage vom Gemeinderat, die nicht realisierten Projekte aufzulisten.

 

Weitere Traktanden gab es nicht. Das Ratsbüro hatte zwei ursprünglich ebenfalls für Montag angesetzte Kreditentscheide auf die Corona-Sondersitzung vom 26. Juni verschoben. An der Sondersitzung wird der Gemeinderat darüber informieren, welche Auswirkungen der Corona-Krise er auf die Gemeindefinanzen erwartet. Über Kredite soll der GGR erst danach wieder entscheiden.


Autor
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 23.06.2020
Geändert: 23.06.2020
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