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Galerie Atelier Worb: Naturfotografie trifft auf Holzobjekte

Der Gestalter Peter Kupferschmied und der Fotograf Franz Schwendimann eröffnen das Ausstellungsjahr 2020 in der Galerie Atelier Worb. Vom 13. bis zum 29. März verbinden sie das Tiefgründige mit dem Doppelbödigen und brechen mit althergebrachten Sehgewohnheiten.

Der eine bildet die Realität ab, der andere treibt sie auf die Spitze: Fotografien von Franz Xaver Schwendimann und Holzobjekte von Peter Kupferschmied. (Bild: zvg)

"Die Herangehensweise der beiden Künstler könnte nicht unterschiedlicher sein", schreibt Andrea Widmer von der Galerie Atelier Worb über die Ausstellenden. Während Franz Schwendimann mit seinen Fotografien versuche so nah wie möglich an der Realität zu bleiben, scheine Peter Kupferschmied diese, mit seinen doppelbödig listigen Objekten, ad absurdum führen zu wollen. "Doch gleichzeitig ist das Reale das verbindende Element ihres Werks; der eine bildet die Realität ab, der andere treibt sie auf die Spitze", schreibt Widmer.

 

Die Leidenschaft für die Fotografie ist bei Franz Schwendimann schon während seiner Kindheit im St. Galler Rheintal erwacht. Auf die Schule folgte eine klassische Fotografenausbildung. Seit über 30 Jahren arbeitet er als selbstständiger Fotograf mit eigenem Atelier in Bern, wo er sich auf Werbeaufnahmen, Architektur- und Foodfotografie sowie Reportagen spezialisiert hat. Seine grosse Passion ist aber die Landschafts- und Naturfotografie. Franz Schwendimanns Bilder sind regelmässig an Ausstellungen und in Bildbänden zu sehen.

 

Peter Kupferschmied hat Kindheit und Schulzeit in Thun verbracht, wo er heute noch lebt und arbeitet. Nach einer Lehre als Hochbauzeichner studierte er an der Kunstgewerbeschule Zürich Innenarchitektur und Produktgestaltung. Sein Tätigkeitsfeld erstreckt sich in den Bereichen Innenarchitektur, Design und Produktgestaltung, worin er als freier Mitarbeiter für diverse Firmen Aufträge ausgeführt hat.

 

Seine Begeisterung für Holzarbeiten entdeckte er 1987 beim Besuch eines Freundes, der sich mit Holzschnitzereien befasste. Peter Kupferschmied hat bereits an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen.

 

Das Tiefgründige und das Doppelbödige

"In seinem Werk setzt Franz Schwendimann den Fokus auf die Unverwechselbarkeit. Er versucht Stimmungen und Aussagen aufzufangen und sie als gültige Bilder festzuhalten", so Widmer. Dabei verzichte er auf Kameratricks oder Übertreibungen mit Filtern, er experimentiere höchstens mit bewegter Kamera. "Die Kunst liegt im Moment; diesen so festzuhalten, wie er ist", schreibt Widmer. Ein solches Vorgehen habe zur Folge, dass die Fotografien etwas Tiefgründiges, beinahe schon Meditatives ausstrahlten.

 

Ganz anders verhalte es sich mit dem Werken von Peter Kupferschmied. "Sie entstehen intuitiv, sind ironisch und leben manchmal vom Aha-Effekt", so Widmer. Er lasse Kindheitserinnerungen in seine Arbeiten einfliessen und lasse sie neue Sprossen treiben. Ausgangslage seiner Objekte seien oft ganz normale Alltagsgegenstände, die er ihrer gewöhnlichen Funktion beraube und sie so in einen neuen Kontext setze. "Spielend verwebt er das Alltägliche mit dem Absurden", schreibt Widmer.

 

[i] Vernissage: Freitag, 13. März 2020, ab 18.30 Uhr, Finissage: Sonntag, 29. März, ab 11 Uhr

Öffnungszeiten: Fr 17-19 Uhr, Sa 14-17 Uhr, So 11-16 Uhr

Die Künstler sind während den Öffnungszeiten anwesend.

Mehr Informationen über Franz Schwendimann unter www.fxschwendimann.ch, über Peter Kupferschmied unter www.kupferschmied-thun.ch und über die Galerie Atelier Worb unter www.atelierworb.ch.


Autor
pd/ib, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 13.03.2020
Geändert: 13.03.2020
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