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Gerber macht's: Eine Grosshöchstetter Erfolgsgeschichte

1996 gründeten Thomas und Hansruedi Gerber ihre Firma Gerber macht's. 2003 stiess ein erster Mitarbeiter dazu, heute beschäftigen die zwei Brüder fünfzig Angestellte - eine beeindruckende Entwicklung. BERN-OST hat mit Gerbers gesprochen und wollte vor allem eines wissen: Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs?

Die Brüder Gerber: Thomas, Simon und Rüedu (v.l.n.r, Bilder: zvg).
Die rechte Hand im Gerber-Büro: Markus Löffel, Leitung Administration.
Gerber macht's beim Neubau eines Einstellraums in Wiler bei Seedorf...
...mit Einsatz des LKW-Krans am Schwingfest in Richigen...
...bei einer Neugestaltung in der Umgebung Trimstein...
...und dem Neubau eines Stalls im Gohl.
Thomas und "Rüedu" Gerber, 42 und 44 Jahre alt, prahlen nicht mit ihrer aussergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. "Sie sind viel zu bescheiden", sagt Markus Löffel, Gerber's rechte Hand im Büro. Stolz sein dürften sie nämlich. Mit rund fünfzig Angestellten sind sie nach massivem Wachstum in den letzten zehn Jahren eine der grössten Baufirmen der Region.

Das "Stöckli" im Gfellerstutz war der Startschuss

Angefangen hat alles 1993 mit den Aushub- und Umgebungsarbeiten des elterlichen "Stöcklis". "Das können wir auch selber", dachten sich Thomas und Hansruedi, die damals beide noch angestellt waren. Sie kauften sich ihren ersten Bagger. Das Resultat begeisterte nicht nur die Eltern. Es folgten diverse Aufträge. "Dieser und jener hat angerufen, bis wir 1996 eine geeignete Geschäftsform finden mussten", erzählt Hansruedi Gerber. Die Gerber macht's GmbH wurde gegründet.

Heute bieten Gerbers und ihre zahlreichen Mitarbeiter einen Rundum-Service an. "Die Frage ist eigentlich, was wir nicht machen", scherzt Thomas Gerber. Neben diversen Bauarbeiten kann man die Grosshöchstetter Firma auch für Lohnarbeiten, Transporte und den Unterhalt von Fahrzeugen in ihrer mechanischen Werkstatt beanspruchen, welche von ihrem jüngsten Bruder Simon geleitet wird. Gerade das grosse Angebot im Bausektor sei ein Vorteil, so Administrations-Chef Markus Löffel: "Wenn man alles bei einer Firma in Auftrag gibt, sind die Entscheidungswege kürzer."

Einfach statt kompliziert

Ist es also dieses Paket, dass Gerbers zum Erfolg gebracht hat? Nicht nur, so die beiden Brüder. Dazu beigetragen habe auch die Einfachheit ihrer Offerten. "Auch als Normalperson versteht man, was man bekommt. Es ist nicht ein Riesendossier mit 100 Verträgen", erklärt Hansruedi Gerber.

Das scheint bei ihren Kunden anzukommen. "Wir melden uns nie auf Ausschreibungen, die Offertenanfragen werden uns zugeschickt", so Markus Löffel. "Bei uns läuft viel über Mund-zu-Mund-Werbung." Deshalb sei es auch besonders wichtig, dass die Angestellten gute Arbeit leisten. "Bevor wir sie auf eine Baustelle schicken sagen wir immer 'Gebt euch Mühe'", sagt Thomas Gerber. Zufriedenstellende Arbeit wird nämlich weiterempfohlen. "Viele unserer Kunden haben gehört, dass wir es nicht so schlecht machen", ergänzt Thomas bescheiden. Dazu gehören auch Auftraggeber in Basel, Freiburg, Luzern oder im Wallis.

Gerbers bauen noch Fleckenhäuser

Will die Grosshöchstetter Firma in den nächsten Jahren noch weiter wachsen? "Wir tendieren dazu, so zu bleiben. Aber das sagen wir schon lange", sagt Thomas Gerber schmunzelnd. Ob mit einem grösseren oder dem gleichen Team, Gerbers wollen sich in Zukunft vor allem spezialisieren. "Ein normales Haus bauen kann jeder, der traditionelle Fleckenbau (alte Holzbauweise ohne Verbindungsstoffe, Anm. d. Red.) geht hingegen immer wie mehr verloren", erklärt Thomas.

Wie ihre Firma in einem Jahr aussieht, können die beiden Brüder aber noch nicht sagen. "Früher hätten wir gewusst, was wir im August 2016 machen. Heute kann man nicht mehr so weit im Voraus planen." Etwas steht aber schon im Kalender: Das diesjährige 20. Jubiläum.

[i] Gerber macht's auf BERN-OST...

Autor
Carla Reinhard, carla.reinhard@bern-ost.ch
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Erstellt: 12.01.2016
Geändert: 12.01.2016
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