«Gerechtigkeit, Chancen-Gleichheit, Solidarität»
Ende März wählen wir den Berner Grossrat neu. Allein aus der Region Bern-Ost bewerben sich 155 Männer und Frauen um einen der insgesamt 160 Sitze. Bei uns stellen sich von jeder Partei eine Kandidatin und ein Kandidat aus der Region vor. Heute SP-Delegierte Vjosa Saramati aus Worb.
Name: Saramati
Vorname: Vjosa
Alter: 51 (1974)
Wohnort: Worb 3076
Beruf: Perioperative-Assistentin / Operationspflege
Arbeitgeber: Inselgruppe
Familienstand/Kinder: Verheiratet, ein Sohn
Bisherige politische Ämter: Delegierte SP-Worb
Wie wurden Sie politisiert, was ist Ihre früheste Erinnerung an Politik?
Meine Familie war immer für Gleichberechtigung und für Soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft engagiert. Meine Mutter war Primarschullehrerin und es war ihr ein Anliegen, dass alle gleichbehandelt werden. Mein Vater hat immer Zeitungen gelesen und Nachrichten geschaut und in der Familie oder seinem Freundeskreiss immer viel debattiert. Ich wuchs in einem Umfeld auf, wo über Politik geredet wurde.
Als Teenager erlebte ich das autoritäre Regime im Kosovo unter Milosevic. Ich wurde auch selbst als Schülerin und Studentin Zeugin vieler politischen Anspannungen. In der Schweiz stösst man immer wieder auf Hindernisse als Ausländerin. So wurde ich immer wieder mit Ereignissen konfrontiert, die mich motivierten, mich der SP anzuschliessen. Ich glaube es ist die Partei, die immer bereit ist, solch komplexe Themen, wie beispielsweise “Inklusion in einer Gesellschaft” anzugehen.
Warum sind Sie bei der SP gelandet?
Weil die SP, die Partei ist, welche sich für echte Anliegen der Bevölkerung einsetzt und benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie Ausländer*innen, alleinstehende Eltern, Pensionär*innen, Flinta*-Personen vertritt. Zudem engagiert sich die SP gegen Gewalt an Frauen und sexualisierte Gewalt. Die SP schliesst niemandem aus der Bevölkerung aus. Alle sind in der SP willkommen!
Welche drei Begriffe beschreiben Ihre politische Haltung am besten?
Gerechtigkeit, Chancen-Gleichheit, Solidarität
In welchem Politikbereich sehen Sie im Kanton Bern den dringendsten Handlungsbedarf?
In der Pflege.
Soll die Schweiz Waffen in die Ukraine liefern?
Ich finde es wichtig, dass die Schweiz der Ukraine zur Seite steht und sie unterstützt. Dies geht aber auch mittels humanitärer, politischer und wirtschaftlicher Hilfe.
Wie stehen sie zum Thema Tempo 30 innerorts?
Tempo 30 innnerorts ist wichtig, da es die Lebensqualität und auch die Sicherheit in den Städten erhöht.
Was können Sie, dass niemand von Ihnen denken würde?
Die Geduld haben, auf etwas sehr lange zu warten, was ich verwirklichen möchte!
Bestes Beispiel: Aufsteigen in der Politik.
Was ist das Wildeste, was Sie je gemacht haben?
In den Bergen hoch wandern, obwohl ich keinen Schritt mehr hochlaufen konnte.
Ich habe nicht aufgegeben, bis ich auf die Spitze des Berges gestiegen bin.
Welches Lied können Sie auswendig?
Leider keines.
Was war als Kind Ihr Traumberuf?
Politikerin!