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Grosshöchstetten - Die Steuern werden erhöht

Die Einwohnenden der Gemeinde Grosshöchstetten sollen ab nächstem Jahr mehr Steuern bezahlen. Der Gemeinderat beantragt an der Gemeindeversammlung vom 13. Dezember eine Erhöhung der Steueranlage um einen Zehntel von 1.42 auf 1.52. Spielt die anstehende Sanierung des Freibads eine Rolle?

Hier wohnen wird teurer: Grosshöchstetten erhöht die Steuern. (Bild: Archiv BERN-OST)

"Die Steuererhöhung hat keinen Zusammenhang mit der Sanierung des Freibads", sagt Gemeindepräsidentin Christine Hofer (EVP). Da der Kredit von 3.5 Millionen Franken noch nicht vom Volk genehmigt sei, könne man diesen auch nicht für die Steuererhöhung geltend machen. "Wir haben die Sanierung aber im Hinterkopf und es wird eine sehr hohe Investition für Grosshöchstetten", sagt Hofer.

 

Nur zusätzliche Einnahmen helfen

In einer Medienmitteilung schreibt die Gemeinde Grosshöchstetten, das strukturelle Defizit, das seit Jahren in der Gemeindekasse bestehe, könne nur durch zusätzliche Einnahmen abgebaut werden. Der Spielraum zwischen gebundenen Ausgaben und Ausgaben, die der Gemeinderat beantragt und als wichtig einstuft, sei klein geworden.

 

"Die erforderlichen Aufwendungen und die Auswirkungen aus Investitionen in verschiedenen Bereichen der Gemeinde können zum heutigen Zeitpunkt nur auf Kosten des Bilanzüberschusses (Eigenkapitals) finanziert werden oder durch zusätzliche Einnahmen", so die Gemeinde.

 

Die Basis des Bilanzüberschusses solle erhalten werden und gebe Sicherheit für die Zukunft. Mit Sonderfaktoren, wie Landverkauf, Lottogewinn, Buchgewinn, etc., die in den vergangenen Jahren das Rechnungsergebnis unerwartet positiv beeinflusst hätten, könne künftig nicht gerechnet werden, so die Gemeinde.

 

Investitionen von 1.5 Millionen geplant

"Um die betriebliche Tätigkeit auf dem heutigen Standard finanzieren zu können, ist eine Erhöhung der Steueranlage unumgänglich", schreibt die Gemeinde weiter. Im nächsten Jahr seien zulasten des Steuerhaushalts Investitionen von  1,539 Millionen Franken geplant.

 

Bei einem Umsatz von 1 761 605 Franken schliesst das Budget 2019 mit einem Fehlbetrag von 23 055 Franken ab.


Autor
Isabelle Berger, isabelle.berger@bern-ost.ch
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Erstellt: 07.11.2018
Geändert: 07.11.2018
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