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Herbligen - Ein weiteres Ja zur Auflösung des Verbands Pflegezentrum

Quelle
Thuner Tagblatt

Die Gemeinde kann in der Rechnung 2011 ein sattes Plus dank mehr Steuereinnahmen ausweisen. Das Stimmvolk genehmigte an der Versammlung auch die Auflösung des Verbands Pflegezentrum (PBZ) Oberdiessbach.

Gerade mal 17 Stimmberechtigte fanden sich am Dienstagabend in der Mehrzweckhalle Herbligen ein, um an der Gemeindeversammlung teilzunehmen. Diese 17 Personen vernahmen von Finanzvorsteher Marcel Stalder allerdings gleich zu Beginn sehr gute Neuigkeiten. Die Rechnung 2011 schliesst nämlich mit einem Ertragsüberschuss von 300 395 Franken. Das sind 219 495 Franken mehr als erwartet. Veranschlagt hatte der Gemeinderat bloss ein Plus von 80 900 Franken. Das Aufwandtotal beträgt unter dem Strich 1 589 835 Franken, der gesamte Ertrag 1 890 229 Franken.

Das «unverschuldet gute Ergebnis», wie es Gemeindepräsident Samuel Zwahlen bezeichnete, resultiere vor allem dank mehr Einkommenssteuereinnahmen von natürlichen Personen. Diese kann die Gemeinde nicht beeinflussen, sie werden vom Kanton geregelt. Auch bei den Aufwendungen sparte die Gemeinde einiges ein, so etwa beim baulichen Unterhalt des Schulhauses, des Mehrzweckgebäudes, der Strassen und der Beleuchtung.

Ja zur Auflösung des PBZ

Zwar blieb der Zuschuss aus dem Finanz- und Lastenausgleich (Filag) mit 326 000 Franken um 17 000 Franken unter den Erwartungen. «Der Betrag ist aber immer noch bemerkenswert», führte Marcel Stalder aus. Diese guten Neuigkeiten nahm das Stimmvolk gerne zur Kenntnis – und segnete die Rechnung 2011 einstimmig ab. Die Einstimmigkeit sollte sich durch die weiteren Traktanden ziehen wie ein roter Faden: Auch der Auflösung des Gemeindeverbands Pflegezentrum (PBZ) Oberdiessbach und dessen Umwandlung in eine Stiftung stimmten die Herbliger nämlich einstimmig zu. Gemeinderätin Therese Büschlen-Keller hatte den Stimmberechtigten den Beschluss schmackhaft gemacht. «Bei einer Stiftung können wir zwar nicht mehr mitreden, sind aber aus der finanziellen Verantwortung entlassen», sagte sie. Herbligen ist nach Kiesen und Oppligen die dritte Gemeinde, die Ja gesagt hat. Soll das Ziel umgesetzt werden, müssen alle 22 involvierten Gemeinden zustimmen.

Einstimmig genehmigte die Versammlung auch die traktandierte Reglementsänderung des Friedhofverbands Oberdiessbach. So werden die Beiträge statt wie bisher nach Steuerkraft der jeweiligen Gemeinde, nach ihrer Einwohnerzahl berechnet. Das hat für Herbligen eine leichte Kostensteigerung zur Folge. «Andererseits konnten wir vorher jahrelang von tieferen Kosten profitieren», sagte Gemeindeschreiber Hans Nydegger.

Strassensanierung günstiger

Keine Abstimmung gabs beim Thema Sanierung der Dorfstrasse. Hier ging es lediglich um die Kenntnisnahme der Bauabrechnung. Und die ist ebenfalls erfreulich: 331 450 Franken kostete das Unterfangen total. Das Volk hatte dem Gemeinderat dafür einen Kredit in der Höhe von 360 000 Franken genehmigt. «Dank guter und preiswerter Arbeit blieben wir 30 000 Franken unter dem Kredit», sagte Zwahlen.


Autor*in
Dino Dal Farra, Thuner Tagblatt
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Erstellt: 18.05.2012
Geändert: 18.05.2012
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