In vielen Gemeinden wird das Wasser knapp
In Gemeinden von Allmendingen bis Zäziwil wird das Wasser nach den vielen heissen Sommertagen knapp. Diese und viele andere Gemeinden, darunter Münsingen, Konolfingen und Worb, rufen deshalb zum Wassersparen auf: Swimmingpool und Gärten sollten möglichst nicht gewässert und Autos nicht abgespritzt werden.
Die Junitage waren ausserordentlich heiss und trocken, der Juli geht ebenso heiss weiter. Die Waldbrandgefahr steigt – und zugleich wird das Wasser knapp. So knapp, dass unter anderem die Gemeinde Allmendingen einen Aufruf zum Wassersparen veröffentlicht hat: «Die Wasserversorgungsinfrastruktur des Wasserverbundes Region Bern AG, bei der auch die Gemeinde Allmendingen angeschlossen ist, gelangt an die Grenze der Leistungsfähigkeit», erklärt Gemeindeverwalterin Marlis Spycher in einer Mitteilung. Kurz: Das Wasser wird knapp.
Rekordwerte im Wasserverbrauch
Gleichzeitig stieg offenbar der Wasserverbrauch bereits auf Rekordwerte: 360 Kubikmeter Wasser würden pro Tag auf dem Gemeindegebiet verbraucht, gemäss Mitteilung «deutlich über den bisherigen Spitzenverbrauchswerten der vergangenen Jahre». Deshalb ruft die Gemeinde dazu auf, den Wasserverbrauch bewusst zu reduzieren: Besonders den Verbrauch für Swimmingpools, das Nachfüllen und Pflegen soll man dieser Tage auf ein Minimum beschränken oder ganz darauf verzichten.
Auch beim Wässern von Gärten und Pflanzen sei Sparsamkeit angebracht, ja generell sei ein übermässiger Wasserverbrauch zu vermeiden: «Ein sorgfältiger und verantwortungsvoller Umgang mit Trinkwasser ist notwendig, damit die Versorgung aller Einwohnerinnen und Einwohner mit lebensnotwendigem Trink-, Brauch- und Löschwasser jederzeit gesichert ist.»
Viele andere Gemeinde rufen ebenfalls zum Sparen auf
Gleichlautende Aufrufe haben auch diverse andere Gemeinden der Region Bern-Ost auf ihren Websites aufgeschaltet, unter anderem Konolfingen, Wichtrach, Grosshöchstetten, Mirchel, Freimettigen, Bolligen und Münsingen. In Münsingen kommt erschwerend dazu, dass Wichtrach – wegen einer Baustelle beim Wasserverbund Region Bern – vorübergehend ebenfalls über das Pumpwerk und die Reservoire der InfraWerke Münsingen versorgt wird. «Dadurch wird unsere Infrastruktur zusätzlich beansprucht», schreiben die InfraWerke Münsingen.
Auch die Gemeinde Zäziwil bittet die Einwohnerinnen und Einwohner deutlich, «den Wasserverbrauch auf das notwendige Minimum zu beschränken und auf nicht zwingend erforderliche Wasserverwendungen zu verzichten», darunter insbesondere das Autowaschen sowie die Bewässerung von Rasenflächen und Grünanlagen.
Auch in Worb
In Worb sieht es nicht besser aus, wie die Gemeinde anhand von Zahlen zeigt: «Normalerweise beziehen wir vom Wasserverbund Region Bern im Juni rund 1'900 Kubikmeter Wasser pro Tag, aktuell sind es rund 3'600 Kubikmeter», ist auf der Website zu lesen. Aufgrund der Wetterprognosen sei nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Der Aufruf geht unter anderem an alle, die Pflanzen, Obst und Gemüse züchten: Worb bittet, gezielt mit der Giesskanne zu bewässern, auf das Bewässern von Rasenflächen zu verzichten und damit «einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung einer zuverlässigen Wasserversorgung» zu leisten.
Auch für Landwirtschaftsflächen
Ausserdem verbieten sowohl Worb wie Zäziwil bis auf Widerruf den Wasserbezug ab Hydrant: «Das Wasserversorgungsnetz ist nicht für die Bewässerung von Landwirtschaftsflächen ausgelegt», heisst es in Worb.