Indian: America's First Motorcycle Company
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Nicht wenige, und beileibe nicht nur amerikanische Motorradenthusiasten, halten die klassischen Indians für die schönsten Motorräder, die je gebaut wurden. Dass sie heute nur noch im Museum zu bewundern sind, liegt nicht an ihnen, sondern an den Häuptlingen, die Amerikas älteste Motorradmarke mit großvolumigen zwei- und Vierzylinder-Motoren, dicken Reifen, ausladenden Schutzblechen und breitem Westernsattel 1953 in den Untergang galoppieren ließen. Die Geschichte beginnt in den 1890ern mit einem ehemaligen Fahrradrennfahrer, dem es nicht schnell genug ging, und einem schwedischen Ingenieur und Erfinder, der für die damals so populären Bahnrennen ein Schrittmacher-Motorrad entwickelt, das tatsächlich schneller war als die Rennräder, die dahinter fuhren. Das führte zu Amerikas erstem Großserienhersteller. In den ersten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, dominierte Indian die Rennstrecken der Welt und gewann einen überragenden Ruf für Qualität, Leistung, Zuverlässigkeit und technische Innovation. Das blieb so bis zum Zweiten Weltkrieg, in dem das Management sich aber viel zu sehr auf die fetten Militäraufträge verließ und jegliche Weiterentwicklung verschlief, während Harley-Davidson sich schon vorher Gedanken zum Nachher gemacht hatte. Kurzum: Indian ging 1953 Pleite, was blieb waren die Legenden, die vielleicht verblassten, aber niemals starben. Und deren Ruf hat die Firma Polaris zum neuen Jahrtausend wieder kräftig aufpoliert und mit neuen Motorrädern Indian wieder zum Leben erweckt: Die alten Indianer präsentieren sich quicklebendig, und wie es dazu kam, zeigt dieser wunderbare Bild- und Textband von Darwin Holmstrom.
Erstellt:
17.08.2026
Geändert: 17.08.2026
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