Neue Co-Schulleiterin an der Primarstufe Worb

«Inklusive Schule als Ganzes betrachten»

Ab August übernimmt Noeline Tanner offiziell die Co-Schulleitung des Primarstufenkreises Worb. Im Alltag ist sie bereits seit Anfang Jahr in dieser Funktion. Die 39-Jährige bringt Erfahrung aus der Basisstufe und der besonderen Volksschule mit und freut sich, nah an ihrem Team zu arbeiten.

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Noeline Tanner wird oft im Kindergarten und Schulhaus Zentrum zu sehen sein, sie möchte nah an ihrem Team arbeiten. (Foto: zvg/cw)

Faktisch wirkt Noeline Tanner schon seit Anfang Jahr als Co-Schulleiterin des Primarstufenkreises Worb: Die bisherige Schulleiterin Taé Woodtli hat per 31. Januar gekündigt. Offiziell ist Noeline Tanner aber auf das neue Schuljahr im August gewählt. Und sie hat sich einiges überlegt, bevor sie diese Stelle annahm – eine Stelle, die vollen Einsatz verlangt. Den Ausschlag für ihre Zusage, erzählt sie am Telefon, habe gegeben, dass für sie gleich einiges stimmt: «Für mich als ursprüngliche Kindergartenlehrerin passt der Zyklus eins gut, denn ich habe zuletzt in der Basisstufe der besonderen Volksschule gearbeitet»

 

Schule im Austausch leiten

Ausserdem ist sie sehr froh, dass die beiden bisherigen Co-Leiterinnen Katharina Hasler und Anita Wicky weiterhin im Amt bleiben: «So können wir die Schule im Austausch leiten.» Das ist Noeline Tanner um so wichtiger, weil sich das Pensum nur so mit ihrem Familienleben vereinbaren lässt: Die 39-Jährige hat ein kleines Kind, «und meine Familie muss genug Zeit haben».

 

Auf Herausforderungen vorbereiten

Wie anspruchsvoll die Funktion als Schulleiterin sein kann, erlebte sie vor ein paar Tagen, als eine Lehrperson auf dem Schulweg leicht verunfallte: «Sofort war ich voll eingebunden und musste ringsum alles organisieren und koordinieren – in solchen Fällen ist besonders viel Flexibilität gefragt.» Noeline Tanner, die ihre Ausbildung zur Schulleiterin vor vier Jahren abgeschlossen hat, ist froh über das halbe Jahr Einarbeitungszeit: So kann sie sich gründlich in alle Prozesse einarbeiten und die Abläufe im Schuljahr kennenlernen.

 

Den Überblick haben …

Ab Sommer wird sie zusätzlich die Leitung des Bereichs «Massnahmen in der Regelschule» übernehmen, also den Spezialunterricht, und auf 70 Prozent aufstocken. «Darauf freue ich mich, weil ich viele Anliegen rund um Heilpädagogik und Integration kenne», sagt sie. Sie hat sich zum Ziel gesteckt, einen noch gesamthafteren Überblick zu haben: «Eine inklusive Schule besteht nicht nur aus Regelschule und Massnahmen, sondern muss als Ganzes betrachtet werden.»

 

… und gut erreichbar sein

Um für ihre Lehrpersonen niederschwellig erreichbar zu sein, wird sie nicht nur im Schulhaus Wyden 2 sitzen: Teils wird sie – ohne Büroplatz und nur mit einem Laptop ausgestattet – im Kindergarten oder Schulhaus Zentrum anzutreffen sein und dort die täglichen Herausforderungen einer Co-Schulleiterin anpacken.


Autor:in
Claudia Weiss, claudia.weiss@bern-ost.ch
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Erstellt: 25.03.2026
Geändert: 25.03.2026
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