Unihockey Tigers

Jetzt braucht es fast ein Wunder

Drei Sekunden fehlten den Unihockey Tigers zum Penaltyschiessen – und vielleicht zu einer neuen Chance in dieser Serie. Doch stattdessen kassierten die Emmentaler in der Verlängerung den entscheidenden Treffer zum 2:3 gegen den HC Rychenberg Winterthur. Damit liegen die Tigers im Playoff-Viertelfinal mit 0:3 zurück und benötigen nun vier Siege in Folge, um den Halbfinal noch zu erreichen. Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am Donnerstag – erneut in Winterthur.

pd / Res Reinhard, res.reinhard@bern-ost.ch

Die Partie begann für die Tigers alles andere als ideal. Zwar überstanden sie eine frühe Unterzahl nach einer Strafe gegen Stucki ohne Gegentreffer, doch kurz darauf gerieten sie dennoch in Rückstand.

 

Gleich danach konnten die Emmentaler erstmals in Überzahl agieren. Doch statt des Ausgleichs kassierten sie einen Shorthander. Erst in der 9. Minute gelang Captain Simon Steiner im Powerplay der wichtige Anschlusstreffer zum 1:2.

 

Lange torlose Phase

Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Toren. Beide Teams agierten kontrollierter als noch eine Woche zuvor, zudem zeigte sich auf dem etwas langsameren Boden eine vorsichtigere Spielweise.

 

Hinzu kamen zwei sehr starke Torhüter, die mehrere gute Möglichkeiten zunichtemachten. So dauerte es lange, bis wieder ein Treffer fiel. Erst in der 49. Minute gelang den Tigers der verdiente Ausgleich: Janis Lauber traf zum 2:2.

 

Spannung bis zur letzten Sekunde

In der Schlussphase und auch in der Verlängerung boten sich beiden Mannschaften hochkarätige Chancen. Die Tigers kamen dabei sogar noch zu einem Powerplay, konnten dieses jedoch nicht nutzen.

 

Die AXA Arena war mit 1950 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauft, darunter viele Gästefans aus dem Emmental, die mit Cars angereist waren. Die Stimmung war entsprechend intensiv.

 

Als sich bereits alles auf ein Penaltyschiessen einzustellen schien, fiel doch noch die Entscheidung: Drei Sekunden vor Ablauf der Verlängerung traf Maurer mit einem Backhandabschluss zum Sieg für das Heimteam.

 

Personelle Sorgen

Die Tigers mussten zudem personell geschwächt antreten. Hedlund fehlte krankheitshalber, während Seya Schwarz und Strohl verletzt passen mussten. Trotz dieser Situation lieferten die Emmentaler ein engagiertes Spiel ab, das durchaus auf beide Seiten hätte kippen können.

 

Nun ist die Ausgangslage klar: Die Tigers brauchen vier Siege in Folge, um die Serie noch zu drehen. Der erste müsste am Donnerstag in Winterthur gelingen.

 

Matchtelegramm

HC Rychenberg Winterthur – Unihockey Tigers 3:2 n.V. (2:1, 0:0, 0:1, 1:0)
AXA Arena, Winterthur. 1950 Zuschauer. SR Preisig/Schädler.
Tore: 6. L. Conrad (M. Maurer) 1:0. 8. C. Mutter (T. Aeschimann) 2:0. 9. S. Steiner (M. Steiner) 2:1. 49. J. Lauber (G. Svensson) 2:2. 70. M. Maurer (N. Mutter) 3:2.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 2mal 2 Minuten gegen Tigers.


Autor:in
pd / Res Reinhard, res.reinhard@bern-ost.ch
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Erstellt: 15.03.2026
Geändert: 15.03.2026
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