Jetzt ist die Bevölkerung gefragt
Die Postautolinie von Biglen nach Lützelflüh ist schlecht ausgelastet. Für Landiswil und Arni ist dies die einzige ÖV-Anbindung. Darum läuft jetzt eine Umfrage zur Attraktivität des Postautokurses.
«Diese Postautolinie ist für uns sehr wichtig. Wir sind darauf angewiesen, dass dies so bleibt», sagt Samuel Wittwer, Gemeindepräsident von Landiswil. Ohne die Postautolinie 472 wären Landiswil und Arni vom öffentlichen Verkehr ausgeschlossen. Für ältere Leute ohne Auto oder auch für Schülerinnen und Schüler sei die Linie wichtig. Sie fahren damit nach Biglen oder Lützelflüh und von dort mit der Bahn weiter.
Schlechte ausgelasteter Kurs
Auch Urs Schweizer, Gemeindepräsident von Biglen betont die Wichtigkeit dieser Linie. Dies, obwohl sie schlecht ausgelastet ist. «Die Auslastung liegt lediglich bei 1,6 Fahrgästen pro Fahrt. Diese sollte aber mindestens bei zwei Personen liegen», sagt Schweizer. «Klar gibt es Postautolinien rund um Bern, die enorm rentieren. Aber es besteht ein öffentliches Interesse, dass Postautolinien auch in ländlichen Gegenden verkehren.» Die Leute in Landiswil und Arni hätten ein Anrecht auf eine zweckmässige Verbindung mit dem ÖV sagt der Gemeindepräsident von Biglen.
Wohin wollen die Leute?
Deshalb läuft aktuell eine Umfrage, um herauszufinden, wie die Linie genutzt wird und wie sie attraktiver gemacht werden kann. «Man will wissen, nutzen die Leute die Postautolinie, um von Biglen mit der BLS nach Konolfingen oder nach Burgdorf zu fahren», so Schweizer. Oder ob die Leute sie eher nutzen, um von Biglen mit dem Postauto nach Worb weiterzufahren.
So geht’s weiter
Samuel Wittwer sagt: «Bis 2030 bleibt der Fahrplan vorerst, wie er jetzt ist.» Es gehe um einen angepassten Fahrplan für die Zeit danach. Deshalb sind die Einwohner von Biglen, Arni, Landiswil und Obergoldbach aufgerufen, bei der Umfrage mitzumachen. «Wir wollen spüren, was es braucht, damit die Leute den ÖV mehr nutzen», so Wittwer.
Die Umfrage läuft bis am 22. Juni und wurde von den Gemeinden in Zusammenarbeit mit der Regionalkonferenz Emmental und Bern-Mittelland erstellt. Den Link zum Mitmachen finden Sie auf den Webseiten der Gemeinden.