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 50 Jahre: Der Jodlerklub Fluebuebe feiert Jubiläum

Am Wochenende gibts in Oberdiessbach eine Riesensause: Der Jodlerklub Fluebuebe feiert sein 50-jähriges Bestehen. Was gewisse Mitglieder seit den Anfängen beim Klub hält und was Junge anlockt.

Der Jodlerklub Fluebuebe interpretiert für BERN-OST "Bärgarve" von Hans Walter Schneller. (Video: Tobias Kühn)
Der Jodlerklub Fluebuebe heute: Der Chor unter der Leitung von Markus Bühler (3. v. l. hinten) zählt 27 Aktive. (Bild zvg)
Seit dem Anfang dabei: Arthur Kräuchi (links) und Fritz Walthert. (Bild: zvg)
Der Jodlerklub Fluebuebe im Gründungsjahr 1968: Fritz Walthert (4. v. r. hinten) und Arthur Kräuchi (2. v. l. vorne) jodeln seit 50 Jahren im selben Klub. (Bild: zvg)

"Es ist eine Freude", sagt Klub-Präsident Mathias Grossenbacher zum Jubiläum. Als der Club 1968 gegründet wurde, war Grossenbacher noch lange nicht geboren. Er zählt mit Jahrgang 86 zur jungen Garde im Klub.  Sechs Mitglieder sind noch unter 30 Jahre alt.

 

Junge locken Junge an

"Junge ziehen Junge an", sagt Grossenbacher, der immer um Nachwuchs bemüht ist, wenn ein potenzieller Jodlerkamerad in Sicht ist. "Wir gehen dann mal bei ihm vorbei oder rufen an", sagt er. Die offensive Suche laufe auch auf lustige Art ab. "Mängisch gö mer ne ga riiche", sagt Grossenbacher schmunzelnd.

 

"Ein Junger alleine bleibt nicht", sagt jedoch Werner Lädrach, OK-Präsident des Jubiläumsfests vom kommenden Samstag. Es brauche mehrere Junge, damit sich diese in einem Klub, bei dem die ältesten Mitgleider 70 sind, wohlfühlten.

 

Wundermittel Kameradschaft

Die Ältesten, das sind zwei: Arthur Kräuchi und Fritz Walthert. Sie sind seit der Gründung des Klubs dabei und blieben auch in schwierigen Zeiten. "Es gab in der Vergangenheit einmal 'Chritz' bezüglich der Organisation eines grösseren Jodlerfest, woraufhin einige Mitglieder den Klub verliessen", sagt Lädrach.

 

Die gute Kameradschaft hätte den Klub aber am Leben erhalten. "Wir sind ein Klub, der eine Zwei singt, aber die Kameradschaft zählt soviel wie eine Eins", sagt Lädrach.

 

Engagiert für die Jungen

Beim Jubiläumsfest werden die jungen Mitglieder bereits stark eingebunden: "Die OK-Ressorts sind teilweise doppelt belegt, damit die Jüngeren im Hinblick auf weitere Anlässe lernen können, wie man sowas macht", so Klub-Präsident Grossenbacher.

 

Für die Jungen ist auch der Startanlass des Jubiläumswochendendes. "Am Freitag spielen Franz Arnold's Wiudä Bärg", wirbt Lädrach für das Jodel-Rock-Konzert, dessen Vorverkauf noch harzt.

 

Ein Lied, Käse und Wein

Am Samstag findet der Alpaufzug der Familien Kestenholz und Willener statt. Danach feiert der Jodlerklub seinen Geburtstag mit einem Unterhaltungsabend. Und am Sonntag sind die Fluebuebe Gastgeber des Amtsjodlertreffens. Auch dort wird das Jubiläum zunächst mit einem Apéro für geladene Gäste und danach am eigentlichen Treffen mit einem Festakt gefeiert.

 

"Wir erhalten ein Geschenk von allen Klubs des Amtes Konolfingen", sagt Lädrach. Traditionellerweise erhalte man eine Treichle, aber da viele Klubs kein Vereinslokal mehr hätten, wo sie diese ausstellen könnten, könne man sich heutzutage auch etwas anderes wünschen. "Wir haben uns die Partituren für ein Lied gewünscht und Käse und Wein, damit wir für uns ein Fest machen können", verrät der OK-Präsident.

 

Grossenbacher blickt mit Freude auf das kommende Fest: "Manche sind aber nervös, aber 'ä xungi Närfösi isch guet.'"


Autor
Isabelle Berger, isabelle.berger@bern-ost.ch
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Erstellt: 23.08.2018
Geändert: 23.08.2018
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