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Junioren-French-Open - Dominic Stricker unterliegt erst im Final

An seinem zweiten Junioren-Grand-Slam-Turnier kann Dominic Stricker bereits einen besonderen Erfolg feiern. Mit seinem italienischen Doppelpartner Flavio Cobolli spielte er am Samstag in Paris um den Turniersieg. Das Endspiel verloren sie mit 6:7, 4:6 jedoch knapp.

Erfolgreiche Premiere: Dominic Stricker (rechts) und Flavio Cobolli erreichten gleich bei ihrem ersten gemeinsamen Turnier den Final. (Bild: zvg)

Beim Grosshöchstetter Tennistalent jagt dieses Jahr ein sportlicher Höhepunkt den nächsten. Anfang Jahr spielte der 16-Jährige im Rahmen der Australian Open sein erstes Junioren-Grand-Slam-Turnier. Mit Roland Garros bestritt er nun bereits das zweite. Zwar resultierte im Einzel mit 3:6, 6:7 gegen die aktuelle Nummer 5, den Bulgaren Adrian Andreev, ein Erstrunden-Out. Im Doppel spielten sich Stricker und Cobolli, die erstmals gemeinsam ein Turnier bestritten, jedoch ohne Satzverlust bis ins Finale.

 

«Wir haben beide den gleichen Spielstil. So wussten wir beide ungefähr, was der andere in diesem Moment machen würde – das hat uns in den ersten zwei Runden sicher sehr geholfen», so Stricker, der aktuell auf Rang 29 des ITF Junior World Ranking klassiert ist. War es dabei auch ein Vorteil, dass er wie Rafael Nadal Linkshänder ist? «Ich denke, dass es auf allen Belägen ein Vorteil ist Linkshänder zu sein, da es sich die anderen nicht so gewohnt sind.»

 

Auf Federers Spuren

Die Doppelpartner schafften es denn auch beinahe, Geschichte zu schreiben. Bisher gelang es erst Roger Federer 1998 in Wimbledon zusammen mit dem Belgier Oliver Rochus den Grand-Slam-Titel im Doppel der Junioren für die Schweiz zu gewinnen. Die Enttäuschung nach dem verlorenen Final gegen die als Nummer 5 gesetzten Pucinelli De Almeida / Tirante (BRA / ARG) war denn bei Stricker auch präsent. «Aber jetzt überwiegt eindeutig die Freude. Dieser Erfolg bedeutet mir sehr viel, da ich gesehen habe, dass ich bei der Junioren-Weltspitze mitspielen kann.»

 

Mit Nottingham, Rohampton und dem nächsten Grand-Slam-Turnier in Wimbledon spielt die Grosshöchstetter Nachwuchshoffnung die nächsten drei Turniere auf Gras. «Mein nächstes Ziel ist es, dass ich auch im Einzel in Wimbledon ein paar Runden gewinnen kann.»


Autor
Eva Tschannen, eva.tschannen@bern-ost.ch
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Erstellt: 10.06.2019
Geändert: 10.06.2019
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