• Klassik, Blasmusik

Kapellenkonzerte19 - Corina Marti & Michal Gondko

Arni
Kulturkapelle im Schafroth
25.08.2019
11.00 Uhr
Corina Marti
Michal Gondko

FANTASIAE, CANTIONES ET CHOREAE
Instrumentalmusik der Renaissance aus Polen

 

CORINA MARTI, Renaissance-Cembalo

MICHAŁ GONDKO, Renaissance-Laute

 

Das 16. Jahrhundert gilt als das goldene Zeitalter Polens. Noch vor 1500 erlangte das Königreich den Status eines bedeutenden Akteurs in der europäischen Politik. Aus den führenden Kulturzentren in Italien, Deutschland und Flandern wurden die neuesten intellektuellen und künstlerischen Trends eingeführt.
Die frühe Musik Polens wurde vom Musikwissenschaftler Mirosław Perz als „polnische Perspektive der europäischen Musik“ beschrieben. Die Bedeutung dieser Worte lässt sich aus der Zusammenstellung des Inhalts der Tabulatur von Johannes de Lublin ablesen. Diese Anthologie der Tastenmusik, eine der grössten ihrer Art in Europa, wurde zwischen 1537 und 1548 geschrieben und enthält ein beeindruckend vielfältiges Repertoire, das von abstrakten, improvisatorischen Formen über Arrangements von geistlicher und weltlicher Vokalmusik bis hin zu Tänzen aus ganz Europa reicht. Leider sind relativ wenige Stücke mit Komponisten- bzw. Bearbeiternamen (wie Nicolaus Cracoviensis) versehen.
Die Laute scheint sich in den verschiedenen Schichten der damaligen polnischen Gesellschaft weiter verbreitet zu haben als die Tasteninstrumente. Paradoxerweise sind weniger Quellen der Lautenmusik erhalten geblieben. Die früheste erhaltene Lautentabulatur polnischer Herkunft wurde kurz nach 1550 geschrieben und stellt einen ähnlichen Querschnitt des internationalen Repertoires dar.
Im späteren 16. Jh. wurden „polnische Lieder“ und „polnische Tänze“ zum Bestandteil des europäischen Repertoires für beide Instrumente. Auf diese Weise findet wohl die erste weite Verbreitung der musikalischen „Polonität“ statt.
Die Traditionen des Tasten- und Lautenspiels waren in Zentraleuropa seit dem 15. Jahrhundert eng miteinander verwoben. Manche Spieler meisterten sogar beide Instrumente. Es ist dieser Zusammenklang, denn wir in unserem Programm erkunden möchten. Seinen zweiten Schwerpunkt bilden Solo-Kompositionen für beide Instrumente. (Michal Gondko)

 

Programm:


Anonym: Rex
Nicolaus Cracoviensis (?): Bona cor[ea?]
Benedictus de Drusina: Fantasia
Nicolaus Cracoviensis: Ave ierarchia
Anonym: Polnischer Tantz
Nicolaus Gomółka: Kleszczmy rękoma

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Matthaeus Waissel: 5 Polnische Täntze

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Nicolaus Cracoviensis (?): Praeambulum in G per B
Nicolaus Cracoviensis: Zaklolam szÿa Tharnem
Ambrosius Albertus Dlugoraj: Chorea polonica
Anonym: Cantio polonica
Anonym: Jeszcze Marczynye

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Anonym: Praeambulum super e
Antonio de Ribera: Rex autem David

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Venceslaus Samotuliensis: Kryste dnyu nassey swyatlosci
Anonym: Potorae Koniginn inn Polen Tantz
Anonym: Fantasia primi toni
Anonym: Ein gutter polnischer Tantz

 

Eintritt frei - Kollekte
 

 


Kontakt

Sabine Stoffer
T: 079 794 68 92
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Erstellt: 21.07.2019
Geändert: 21.07.2019
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